Zurück zu den Kugel-Menschen. Die Erde, oder Welt, so wie es für das Paradies, den Himmel, das Himmelreich verschiedene Klassifizierungen gibt. Also, was ist der Unterschied, wenn Jesus den Begriff Welt gebraucht, als es die Zuweisung Herr der Erde sagt. Diese Vermischung, die es auch in der Semiotik gibt, wenn man für einen Gegenstand mehrere Begriffe hat. Ist die Frage, was uns das sagt, dass die Erde rund ist. - Hilfe, die Welt dreht sich und ich bin auch dabei! - Also, diese metaphysische Betrachtung der Welt, um die Satelliten kreisen, die selber kreist, als würde Sisyphos am Rade drehen. Interessant ist aber dieser Begriff Kugel-Mensch, der in Platos Gastmahl aufscheint. Wenn wir ein Weltbild haben, das dieser Weltkugel, des Globus wird uns auch ein Bild suggestiert, welches entfernt an diese Kugel-Menschen aus dem Dialog erinnert."Die Kugelmenschen verfügten über gewaltige Kraft und großen Wagemut. In ihrem Übermut wollten sie sich einen Weg zum Himmel bahnen und die Götter angreifen. Der Himmelsherrscher Zeus beriet mit den anderen Göttern, wie zu verfahren sei. Die Götter wollten das Menschengeschlecht nicht vernichten, denn sie legten Wert auf die Ehrenbezeugungen und Opfer der Menschen. Daher entschied sich Zeus, die Kugelmenschen zu schwächen, indem er jeden von ihnen in zwei Hälften zerschnitt. Diese Hälften sind die heutigen zweibeinigen Menschen. Aus der Sicht des Zeus bestand ein zusätzlicher Vorteil dieser Maßnahme darin, dass sich die Anzahl der Menschen und damit auch der Opfer für die Götter verdoppelte. Für den Fall, dass die Bestraften weiterhin frevelten und keine Ruhe hielten, plante er, sie nochmals zu spalten; dann müssten sie künftig auf einem Bein hüpfen. Der Gott Apollon erhielt den Auftrag, die Gesichter zur Schnittfläche – der heutigen Bauchseite – hin umzudrehen und die Wunden zu schließen, indem er die Haut über die Bäuche zog und am Nabel zusammenband. Am Nabel ließ er Falten zur Erinnerung an die Teilung zurück. Die Geschlechtsteile blieben auf der anderen, früher nach außen gewendeten Seite, der jetzigen Rückenseite.Die nunmehr zweibeinigen Menschen litten schwer unter der Trennung von ihren anderen Hälften. Sie umschlangen einander in der Hoffnung, zusammenwachsen und so ihre Einheit wiedergewinnen zu können. Da sie sonst nichts mehr unternahmen, begannen sie zu verhungern. Um ihr Aussterben zu verhindern, versetzte Zeus die Geschlechtsorgane nach vorn. Damit ermöglichte er ihnen, durch die sexuelle Begegnung ihr Einheitsbedürfnis vorübergehend zu befriedigen und so die Sehnsucht zeitweilig zu stillen. Zugleich gewannen sie dadurch die Fähigkeit, sich auf die heute praktizierte Weise fortzupflanzen. So wurden sie wieder lebenstauglich. Sie leiden aber weiterhin unter ihrer Unvollständigkeit; jeder sucht die verlorene andere Hälfte. Die Sehnsucht nach der verlorenen Ganzheit zeigt sich in Gestalt des erotischen Begehrens, das auf Vereinigung abzielt." Zitat Ende

Der Versuch etwas in Ratio zu versetzen, als gäbe es eine höhere Vernunft die darin läge, eine Naivität zu veranschaulichen, Zitat Nietzsche " an den ganzen  Olymp des Scheins  zu glauben! Diese Griechen waren oberflächlich –  aus Tiefe." Der schöne Schein, der darauf liegt und das wäre die Frage, wie das menschliche Fleisch hier zur Geltung kommt, völlig anders wie im Christentum. Diese Trennung des Fleisches bei den Kugelmenschen und dann die christozentrische Sicht, dass Mann und Frau ein Fleisch werden. Dann ist es ja, dieser metaphysische Griff, ähnlich wie der jüdische Mythos von Lilith. Es ist also das mythische Wesen, welches hier einen klaren Trennstrich von der Mystik hin zur Dogmatik vollzieht.