Zentrale Frage, die sich stellt ist die des Limbus, da das Fegfeuer bereits lange vor dem Mittelalter bekannt war und auch Paracelsus auf den Limbus spekulierte. Da schreibt er:"Als Biltnus Gottes besitzt der Mensch einen göttlichen Geist oder "Geist des Lebens", in dem sein wahres Menschsein begründet liegt. Dem steht aber in ihm selbst "angeboren" entgegen der "geist limbi, der aus ime ein unvernünftige kreatur macht". Hier ist ein "tier, und als ein tier, ein tierischer geist".Der Geist "Limbi", damit meint er eine aus dem Limbus entlehnte Gestaltungskraft.Nimmt man ihm beim Wort, so meint Paracelsus auch: „Einer, der ein Philosoph sein und sich vor Falschem bewahren will, der muß seiner Philosophie eine solche Grundlage geben, daß er Himmel und Erde in einem Mikrokosmos zusammenfaßt“.Nun, wie kam er zu der Betrachtung des Geistes Limbi, wenn es doch an allen Ecken und Enden dabei zwackt? Besonders, wenn man dieser Betrachtung weiter folgt:"Lunatici bezeichnet nun -die tierischen geist der menschen die von dem gemeinen man alein taub oder unsinnig geheißen wird und bilich.- Der göttliche Anteil des Menschen ist -aus dem Wort fiat-, der tierische aus dem limbus.-.Eine klare Trennung, das Tier aus dem Limbus, das Göttliche aus dem Fiat (meint den Fiat Mariens, als das Werden, wo Maria das Ja-Wort zur Empfängnis Gottes spricht.) Das Tier kennt das nicht, natürlich nicht, weil es keine Seele besitzt, wohl aber Geist und Wille; so meint Paracelsus hierbei, obwohl diese Betrachtung schwierig ist, weil auch Engel Geist und Wille besitzen, aber keine Seele. Wieso bezieht er das dann auf den Limbus, wo doch das Fegfeuer lange, also 1000 Jahre vor Paracelsus bereits bekannt war. Wie kann er da einen Mikrokosmos wähnen? Das passt nicht zusammen. Dennoch dürfte aber der Glaube im Mittelalter an den Limbus weiterhin existent geblieben sein. Markant natürlich dabei, die Gottferne. Welchen Nutzen hatte diese Betrachtung als eine Art der Läuterung von Menschen dieser Zeit. Wäre es da nicht eher ratsam gewesen, das Fegfeuer zu betrachten, anstatt in vorchristlicher Betrachtung zu tümpeln? Man darf die Erfahrung dieser Menschen nicht außer acht lassen und die Kirche hat bis heute den Passus des Reich des Todes (Limbus) im Glaubensbekenntnis. Es ist daher schwierig, einen Mikrokosmos formal darin auszubilden. Tiere, Limbus, das passt auch nicht. Es ist nichteinmal granular.
Betrachtet man die Historie aus dem Blickwinkel des Alten Bundes und des Neuen Bundes, so hat man zwei Wirklichkeiten. So kann es schon sein, dass die alttestamentarische Betrachtung dem Limbus entspricht und somit der Läuterung wegen der Gottferne. Die Rettung, also das Tor zum Herzen des Vaters kam erst mit Jesus. Vorher war alles Limbus, als Reich des Todes und Jesus hatte ihn besiegt. So wollten die Jünger Jesu dem Limbus entfliehen, sich an Jesus anschmiegen und ihm nachfolgen, bis zum heutigen Tag. Ob man das so pauschal sagen kann, ist auch ungewiss, aber man hat zumindest eine neue Zeitrechnung eingeführt. Dann gab es die Betrachtung der ungetauften Kinder als jene im Limbus, halbgedacht. So hätte man auch die Erkenntnis, dass Menschen besonders vielleicht Naturvölker im alttestamentarischen Recht leben. Naturehe (wäre wilde Ehe, Konkubinat) oder als Teil einer Naturphilosophie, kann man sich denken, was damit gemeint ist und insgesamt das ganze Naturrecht als ein Widerschein christlich meinender Erkenntnistheorie. Jede Form der Gottferne ursächlich und der Limbus als wirklich. Kausalität und dann auch die Dogmen. Das ganze Bauwerk, der Weltenbau, den Nietzsche als Willen zur Macht wähnte, als hinzuströmen, fortströmen, Ebbe und Flut, während das Volk Gottes durch die Lebensader zieht. Vermutlich geht es genau darum, wo alle menschliche Weisheit doch nur eine Torheit in der Betrachtung Gottes ist. Die Weisheit, die uns helfen kann, steht freilich im Alten Testament. zB. "Des Menschen Herz plant seinen Weg, / doch der Herr lenkt seinen Schritt." Spr 16,9 und die Heiligen aller Zeiten haben immer wieder gute Antworten auf diese Weisheiten des Alten Bundes gefunden. Plus Ultra!