Eine Zeit ohne Technik. Nun, ich kann mich noch an meine erste Spielkonsole erinnern, die mir mein Vater geschenkt hat. Damals gab es nur Pong. Technik hat mir vieles vorgegeben, uA. meinen Beruf und auch meine Leidenschaft. Beeindruckend finde ich am hl. Stanislaus eigentlich, dass er wie die hl. Elisabeth auf sein Erbe verzichtet hat und wer kann heute noch erben? Meistens gibt es nichts zum Erben und die Reichtümer der Erde haben sich zum Glück auf einige wenige verteilt. Das himmlische Erbe ist eigentlich das, worum es im Leben geht, so oder so. Hat man eine Realität, ein Haus, ein Stück Land, besitzt man ja einen ganz einen anderen Grund im Leben. Auch der hl. Franz von Assisi verzichtete auf sein Erbe. Dabei geht es nicht um den Besitz, sondern um den Grund. So erinnere ich mich noch an meinen Großvater, der einen Weingarten hatte. Dieser war nur gepachtet, obwohl er ihn sich sicherlich kaufen hätte können. Es ist zum Teil ein Leihen, wie ein Lehen. Man leiht sich etwas von dieser Welt, als Gast der das Gastrecht wertschätzt. Die Flagellanten kamen erst im 13. und 14. Jhdt auf. Auf alles zu verzichten, ist sicherlich ein Weg der geistlichen Armut. Solange es Dinge gibt, die unser Leben bereichern, haben wir Gründe darüber nachzudenken, zu philosophieren. Jedes Ding setzt Bedingung voraus. Das unbedingte Ding an und für sich gibt es nicht, sondern nur das Ding an sich, welches aus guten Gründen bedingt ist, also endlich. Es ist beeindruckend, Er wurde 1253 wurde der hl. Stanislaus heilig gesprochen, 1226 entschlief der hl. Franz von Assisi und kurz danach begannen die Flagellanten. Das ist eigentlich reichlich spät, da man bereits 604 vom Fegfeuer wusste, vgl. Papst Gregor der Große. Also die Flagellanten hätte ich eher ab 600 nach Christi vermuten wollen, warum wurde ihr Grund dann zwischen dem 13. und 14. Jahrhundert besser als zuvor?

Goethe hat das im Faust, II. Teil sehr schön formuliert: "Heut Abend wieg' ich mich im Grundbesitz!" Grund war wichtig, wegen dem Brunnen.