Man hat es mit einer Eurythmie im weiteren Sinne zu tun, wo es nur einen bestimmten mechanischen Ablauf einer Handlung gibt. Das war auch die Inspiration der griechischen Tragödie. Also, der Philosoph sieht sich nicht das Ereignis an, sondern den Schatten der metaphysischen Handlung. Vernunft ist da wahrscheinlich ein bisschen zu kurz gegriffen. Weltvernunft oder so, sondern der Verstand ist das Ganze, so wie Jesus sagt: "Wer es fassen kann, der fasse es". Wäre ein scholastischer Logos-Begriff ausreichend um zu erfassen? Wohl eher nicht. Dann kommt es zu solchen Auswüchsen, wie den Limbus, wo es keinen metaphysischen Sinn gibt, wo es Moral, also einen Zweck oder Verstand gibt, sondern nur einen Termini. Jedes Dogma ist ein Bauwerk des Verstandes. Die Frage danach besteht deswegen, weil ich suche die Imagery-Problematik aufzulösen. So wie der Philosoph sagt: Die Endursache wirkt nicht nach ihrem wirklichen, sondern nach ihrem erkannten Wesen. Also erst wenn der Verstand das big picture erfassen kann, braucht es keine Metaphysik oder Vernunft mit dem Willen einer Moral als Zweck. Die Frage nach der Moral ist künstlich, weil Dinge die eh klar sind, keinerlei Metaphysik erfordern. Es wäre eitel, wie das occamsche Rasiermesser, mit dem man nicht nachkommt, weil die Metaphysik zweckfrei wäre, der Bart wächst weiter. Der Limbus ist unangenehmer zu verstehen, wie Dantes Inferno. Warum ist das so? Weil es da keine Erscheinung mehr gibt. Die Frage des Limbus dürfte den Ereignishorizont der Scholastik gewendet haben, möchte man fast meinen. Die Gottferne, welchen den Limbus kennzeichnet, als aus dem Schatten Gottes herausgetretenen Phänomens, weil es den Einzelnen beträfe, der sich von Gott abwendet, strauchelt und somit wird es zur Willensfrage, wo Jesus zum Vater unser anstimmt. Somit ist es besser, den Willen Gottes anzunehmen, inklusive der Konsequenzen der Strafe Gottes am jüngsten Tag, als dem Fatalismus zu verfallen, welchen die Gottferne ohne dem Willen Gottes mahnt. Somit ist der Verstand dem Willen Gottes Knecht.