Der Papst wähnte den Gedanken: Es gibt keine Hölle! – Nun, wie ist dieses Wort des Pontifex gemeint? Das ist ein kompliziertes Thema. Zum Einen haben wir das Gleichnis Christi über die 10 Jungfrauen (Mt 25,1-13). Man geht davon aus, dass Jesus das Licht ist, das alle Menschen erleuchtet. Nun haben wir den Gegenstand, das Objekt des Limbus den ich bereits erläutert habe, als einen Ort ohne Licht und selbst das ist eine Mutmaßung. Per Definition ist es ein Ort der Gottferne und Gott ist das Licht, das jeden Menschen erleuchtet, aber das Menschsein, die Menschheit endet auf der Erde. So gilt per Definition das Menschsein, als ein Ding an sich, kein hegelianisches an-und-für sich, sondern ein Mensch mit Menschen. Man erkannte, dass im Fegfeuer dasselbe Feuer der Läuterung brenne, wie in der Hölle, nur ist das Fegfeuer zeitlich befristet. Man weiß dazu auch Gegenstände bspw. im Fegfeuer-Museum in Rom, wo Arme Seelen Objekte als Beweis gekennzeichnet haben. Ein Fingerabdruck, eine Hand, eingedrückt wie ein Brandfleck auf Gegenständen wie Büchern, Türstöcken, Kleidungsstücken. Dazu gibt es auch eine große Anzahl an Privatoffenbarungen, welche von diesem jenseitigen Ort oder jenem berichten, was aber rein mathematisch (Principia Mathematica) schwer vorstellbar ist. In einem formal dargelegten System kann man keine Aussage über das System machen, ohne einer Meta-Meta-Sprache zu bedürfen. Von der Physik her ist es schwierig, einen Ort mit Licht inkl. der Läuterung, des Lautwerdens des Herzens zu veranschaulichen. Der Limbus als ein Ort der Gottferne, wo Gott das Licht selbst ist, wie im Mittelalter die Sonne als eine christozentrische Wesenheit galt. Wir erinnern uns an das Papstwappen von P. Franziskus, dem Ersten. Wir wissen um die Einheit der Christen, welche dem Aufruf Christi folgen, ihn zu empfangen, das Abendmahl mit ihm zu feiern und es ist eine Feier, wo der Hohepriester Jesu sich selber am Altar darbringt, wie beim letzten Abendmahl. Das ist das Licht und alles andere wird hinzugegeben. Man kann in diesem Licht auch nicht urteilen, also sagen, dass die Hölle eine Form hat, denn die Hölle wurde nicht von Gott erschaffen, sondern vom Satan und seinem Anhang.
Der Christ ist gekreuzigt im Herrn und so sagt der hl. Paulus, dass nicht mehr er lebt, sondern Christus in ihm. Der alte Mensch stirbt ab, der neue Mensch wird im Geiste Christi wiedergeboren. Nicht der Wunderakt eines Willens, sondern die wirkende Gnade wandelt den Menschen. Man kann diese Gnade auch verlieren, insbesondere wenn man der Sünde anheimfällt. Dann ist es nötig, diese Gnade wiederzufinden. Das geschieht durch unablässiges beichten und folglich durch den Empfang des Allerheiligsten Altarsakramentes. Kleine Sünden werden bei der hl. Messe vergeben, allein die Teilnahme sieht diese als einen Akt der Buße und Reue vor. Schwere Sünden kann hingegen nur ein Priester im Sakrament der Beichte vergeben. Die Sünde haftet und der Priester besitzt kraft der Kirche eine Binde- und auch Lösegewalt, durch das Lösegeld, welches Christus am Kreuz für unsere Sünden bezahlte. Hier wird in der Beichte die Vereinigung der Verdienste Christi und seiner Kirche die Sündenschuld beglichen. Man muss also der Gnade nachfolgen, denn der Satan nützt jede Gelegenheit, wenn Gott es zulässt, einem von der Gnade fortzureißen. Das Herz befehle! So sagt es der hl. Johannes von Gott. Christus zieht seit seiner Kreuzeserhöhung alle an sich und so wird der Sünder wie durch einen Segen wiederum zur Umkehr zum Herrn bewegt. Gott liebt den Sünder und wir müssen wegen der Liebe Gottes die Sünde auf sich beruhen lassen.
Mit dem Erdbeben von Lissabon änderte sich die Sicht auf den Urheber, höherer Macht. Früher wurde Gott für alles Mögliche, was in der Welt schief lief verantwortlich gemacht. Nach dem Erdbeben von Lissabon, war es der Mensch, der für alles Negative eine Verantwortung trägt; der Satz der Aufklärung Kants: Nichts ist ohne Grund warum es sei! Im Grunde ist es eine Begriffsverwirrung, welche aus dem Wort Teufel hervorging. Die Silbe EL bedeutet so viel wie von Gott. Man sieht es an den Namen von St. Michael, St. Gabriel oder St. Raphael. Im Anfang bevor Satan wie ein Blitz vom Himmel fiel, hieß er Satan-el, denn er war da noch von Gott. Nach dem Engelsturz vom Himmel wurde ihm das -el im Namen weggenommen. So gesehen, gibt es keinen Teufel, weil der Teufel nicht von Gott ist, die Hölle nicht von Gott gemacht wurde, das Böse in der Welt nicht von Gott verursacht wird, sondern Gott lässt dieses oder jenes zu, ist aber nicht der welcher sich das Übel ausdenkt oder sich mit dem Satan ausmacht. Der Satan tut, was er kann, zumal es nicht von Gott, durch Gebet udgl. verhindert wird. Man sieht es bspw. beim Hostienwunder von Tumaco, wo sich ein Priester mit einer konsekrierten Hostie einer riesigen Flutwelle entgegenstellte und sie somit verhinderte.