Wie kann man das verstehen, angesichts dem Kreuz bspw. im Essbereich, wo Herrgottsschnitzer im Herrgottswinkel ein Holz-Kreuz aufhängen wie ein Bild? Die Kirche führt Weihungen von Gegenständen durch, auch Profanisierungen. So ist das Kreuz eine Sakramentalie der Kirche, wie das Weihwasser, der Rosenkranz oder auch das braune Skapulier. Beim Kreuz hat man eine Crux, was durchaus wissenschaftlich ist. Genauso kann man mit dem Fingernagel ein Kreuz an die Wand ritzen. Jesajas Betrachtung ist so ein Mittelding zwischen dem Propheten Koleth. "Das alles ist Windhauch" und seiner Aussage zu seinem Ende der Welt Aphorie in 28,22. Und Christus zeigt auf, dass er das erfüllt und aus dem Alten Testament wird ein Neues Testament, eine neue Zeitrechnung, in der er das Alte im Neuen erfüllt, was unbegreiflich war für die Menschen aller Generationen an denen die Sünde, die Schuld wie der jüngste Tag erwacht, durch die Jünger, die Apostel, Boten des Neuen Bundes. Jene, welche die frohe Botschaft in sich aufnahmen und Zuflucht beim Erlöser suchten und erkannten, dass im Kreuz Heil ist. Es ist nicht widersinnig dadurch Jesaja zu verstehen wie Hiob, den Gott belehrt, wenngleich er ihn, sein Erscheinen auf Erden etwa 500 Jahre zuvor verkündete.

Was auch interessant ist, die Inschrift am Kreuz Jesu. I.N.R.I. König der Juden. Die Frage wäre, ob das nicht viel mehr "REX Regum" lautete, also König der Könige, weshalb sich das römische Reich empörte; als Großkönig. Wie auch immer, es wäre Wortglauberei, denn Jesus als König zu betrachten, hat eine allzu persönliche Perspektive.

Und da sagt Paulus "Ich habe den guten Kampf gekämpft" 2 Tim 4,7 in Anlehnung vielleicht an Elija: "Zelo zelatus sum pro Domino Deo exercituum – Mit Eifer habe ich geeifert für Gott, den Herrn der Heerscharen."

"Denn wir haben nicht gegen Menschen aus Fleisch und Blut zu kämpfen, sondern gegen die Fürsten und Gewalten, gegen die Beherrscher dieser finsteren Welt, gegen die bösen Geister des himmlischen Bereichs." Eph 6,12

Das Gebet des Bestrebens, dieser Dithyrambus wie er manchmal vorkommt, dieser wotanische Irrgarten. Die Elemente eines wahrhaften Gebetes sind das Leiden und Sterben unseres Herrn Jesus Christus. Hierin kann man sein Abbild suchen, sein Vorbild in den Worten, die uns gegeben sind, wenn man betet. Gott lasst sich nur durch Jesus versöhnen; so wie die Beichte nur vom Priester vergeben wird. Sucht man daher den Frieden, findet man ihn auf diesem Weg, dem Kreuzweg. Ich spreche von Worten, nicht von Taten. Taten sind etwas komplett anderes. Paulus hadert damit, ist quasi im Zwiespalt zwischen Saulus und Paulus. Taten machen niemanden gerecht sagt er und freilich sagt das Alte Testament, dass ein Mann mit vollkommenen Worten, ein vollendeter Mann ist. Dieses Streben ist also schon da. Also ist das vollkommene Gebet das des Wortes am Leidensweg Christi, wo er vollbracht hat.

Das Böse schläft nicht; will heißen es verführt einem auch im Schlaf.