Man weiß nicht, was ein Limbus ist. Man hat da Himmel und Hölle, man kennt auch das Fegfeuer und dann gibt es noch den Limbus. Das soll ein Ort sein, wie das Fegfeuer, aber ohne dem reinigenden Feuer und auch ohne einer zeitlichen Begrenzung. Das sind Aspekte, die sind schwer zu erfassen, zumal der Limbus, der als Reich der Toten bekannt ist und auch im Glaubensbekenntnis der Kirche aufscheint, ein Ort der Gottferne sei. Also, diese Abgeschiedenheit von Licht, da Gott das Licht ist, das jeden Menschen erleuchtet! Es ist also ein Ort der permanenten Angst und erinnern wir uns an die blutigen Tränen Jesu vor seinem Kreuzweg. Der Limbus ist kein Ort der Neutralität, sondern er würde sich sogar unterscheiden, in einen Limbus puerorum (Limbus ungetaufter Kinder) und einem Limbus patrum in dem die Gerechten wären, die sich historisch noch nicht zu Christus bekannten, wie die Menschen im Alten Bund. Als Vorhölle gilt der Limbus deshalb, weil es im Limbus explizit keine dämonischen Qualen gäbe, allerdings ist die Angst einer Gottferne das Schlimmste was man sich vorstellen kann. Jetzt hat man quasi eine Option, das wäre das Fegfeuer; zeitlich begrenzt und mit der Hoffnung versehen, die andere Orte jener Erwähnung nicht kennen. Es sei denn der Himmel habe Hoffnung nötig. Nötiger als den Glauben, oder die Liebe? Ich denke es ist gut, darüber Bescheid zu wissen; die Gottesfurcht einem führen zu lassen. Das Wort, das Gott allein gehört. Das Wort das Mensch wurde, wie der Apostel sagt. In Habeas Corpus wird das bedacht, wie auch die Gewissensfreiheit, was man sagt, wie man es sagt oder wo, wann; gleich wer es sagt. Das Leben, diese Sammlung von Worten wird am Ende zurückgefordert. Eine Vermenschlichung an Worten ist halt ein Problem, das zwischenmenschliche Wort zwischen Sünde und Vergebung. Für das, was der Mensch sagt, wird er gerichtet, sagt die Bibel. Das ist schwer, weil wir auch ein Herz haben, genauso impulsiv wie ein Wort in uns eingeht. Oder für immer schweigen, heißt es am Brautaltar. Da ist a priori natürlich die Braut Christi gemeint, die sowohl Mann als auch Frau im Bündnis der Ehe ist, oder bleibt. Auch wenn wir Gott Tag und Nacht mit unseren Worten preisen, loben und ihm danken, bleiben wir dennoch große Sünder. Die Worte, die jemand sagt, machen sie einem gerecht? Sie sind die Richtschnur des Vertrauens. Das sind sie. Tritt die Ewigkeit über uns herein, verstummen wir alle kläglich und im Himmel nehme ich an, gibt es keine Mechanik mehr, kein loses Mundwerk und keine Präambel. So ist der jüngste Tag eine Ansammlung unserer Worte, die wir zeitlebens gesprochen haben, die nicht vergeben wurden. Worte prägen die Hoffart, den Hochmut und Stolz. Kein Tier hat diese Bürde, mit dem Wort umzugehen, wie mit einem Freund, zumal es keine Reizreaktion darstellt wie beim Hund und doch ist es der vertraute Umgang mit dem Freund, mit dem Wort. Habeas Corpus nimmt in einem Rechtsstaat niemanden aus. Jeder Körper ist der des Staates, wenngleich das Blut Eigentum Gottes ist. Wo die Frauen Menstruation haben, als eine Art der Bringschuld vielleicht, aber diese Gewissensfreiheit ist hier nicht der Gegenstand der Religionsfreiheit, die ebenso in Habeas Corpus gründet; also der Freiheit von Gebundenheit, wie sie das Erlösertum kundet. Die Menstruation erlischt, mit fortschreitendem Alter und somit kann man nicht von einer Bringschuld ausgehen, sondern wie Gott das vorgesehen hat; also die Vorsehung. Goethe bringt im Faust schön den Anklang zum Vorschein: "Gewöhnlich meine der Mensch, wenn er nur Worte hört, es müsse sich dazu auch etwas denken lassen." Eine Anspielung auf den Faust im Studierzimmer vielleicht, wo er den Logos meint, als eine Weltvernunft der Worte, oder Arthur Schopenhauer in die Welt als Wille und Vorstellung: Der Sinn und das Wesen der Zeit ist die Suggestion. Das ist das Principium Individuationis, Individual- oder Identitätsprinzip; sprich Unteilbarkeitsregel der Person. Vgl. J. G. Fichte: "Ich setze im Ich dem teilbaren Ich ein teilbares Nicht-Ich entgegen" Das System der Rechtslehre

Die Eingangs geführte Betrachtung des rechten Betens findet bei Jesaja wo das "Biltnus Gottes" erwähnt wird noch eine tiefere Erscheinung: "Das Holz nehmen die Menschen zum Heizen; / man macht ein Feuer und wärmt sich daran. Auch schürt man das Feuer und bäckt damit Brot. / Oder man schnitzt daraus einen Gott / und wirft sich nieder vor ihm; man macht ein Götterbild / und fällt vor ihm auf die Knie. Den einen Teil des Holzes wirft man ins Feuer / und röstet Fleisch in der Glut / und sättigt sich an dem Braten. Oder man wärmt sich am Feuer und sagt: / Oh, wie ist mir warm! Ich spüre die Glut. Aus dem Rest des Holzes aber macht man sich einen Gott, / ein Götterbild, vor das man sich hinkniet, zu dem man betet und sagt: / Rette mich, du bist doch mein Gott!" Jes 44,15-17In Wien gibt es den Ausdruck der "schönen Leiche". Wie Leonardo DaVinci das Lächeln der Mona Lisa malte und sich an Studien von Leichen inspirierte, dürfte eine Wahrheit darin liegen, dass Menschen friedlich entschlafen und daher auch später selig genannt werden. Papst Johannes Paul I. welcher nun seliggesprochen wurde, galt als Papst des Lächelns. Ob das nicht eine Art der selffullfilling prophecy war, weil er nach einem Monat als Pontifex bereits entschlief.