Nochmals zurück zum Thema "Teufelspredigten". Mit Vorsicht zu genießende Texte, in denen Erkenntnis schlummert. Hier gilt ein Merksatz der Heiligen Schrift: "Prüft alles und behaltet das Gute!" 1 Thess 5,21 Wie kann etwas vom Bösen, gut sein? Dennoch kann man den Kontext Betrachten, wie Phänomene allgemein und jede Privatoffenbarung bis hin zur Johannesoffenbarung beschließen Phänomene. Die Kirche kennt eine Reihe dieser Phänomene, die auch bei Heiligen auftraten, wie bspw. die Bilokation, die Herzensschau, nur das sind keine Phänomene im weiteren Sinn, oder die Stigmata; sondern es sind Zeichen. Nun kann man spekulieren, ob man ein Andreaskreuz achtet oder vom Zug überrollt wird; ich möchte jedoch mehr auf das Wirken dieser Zeichen eingehen, wie es an unzähligen Darstellungen von St. Michael in den Vordergrund tritt. St. Michael stürzt den Drachen, erniedrigt ihn, bindet ihn. Diese Bindung ist etwas Religiöses, wie die Bilde- und Lösegewalt eines Priesters. So ist das Böse eine untergeordnete Macht Gottes? Nun, wenn man das Wort Macht begreift, so handelt es sich um einen Chor der Engel. Ebenso die Kräfte, die Herrschaften, die Throne etc. Es gibt viele dieser Zeichen und bei der Darstellung des Erzengels haben sich viele Künstler ähnliche Gedanken gemacht, so auch die Anzahl an Teufelspredigten, die auch Heilige offenbarten. zB. die hl. Franziska Romana, oder eben viele andere. Es handelt sich bei diesen Teufelspredigten um Einsichten und wie kann der Böse einsichtig sein? Vielleicht indem St. Michael ihn durch die Mächte bindet. St. Michael soll von der Statur nicht der größte Engel sein, da gibt es ja noch die Throne, die als die größten Engel beschrieben werden. Nun binden diese Mächte und dann sagt Jesus: "Ich aber sage dir: Du bist Petrus und auf diesen Felsen werde ich meine Kirche bauen und die Mächte der Unterwelt werden sie nicht überwältigen." Mt 16,18 Sicher sind ein Teil der Mächte beim Sturz Satans aus dem Himmel abgefallen, nur ist der große Teil der Mächte weiterhin präsent. Da geht es jetzt um den Termini und St. Michael wird dargestellt, als ein Engel der Mächte, was er ja nicht ist. Er gehört ja nicht zum Chor der Mächte, dennoch ist er der Anführer der himmlischen Heerscharen, kann daher als Bannerträger gebieten, so wie St. Gabriel dem Zacharias, Vater des Täufers, der nicht mehr sprechen konnte. Nun wäre bei St. Michael das Gegenteil der Fall. Er zwänge den Bösen zu reden, allerdings ist der Gegenstand der Rede eines Bösen schwierig einzuordnen. Dazwischen ist dann der Glaube zu finden, zwischen dem Erzengel Michael und dem Erzengel Gabriel. Vielleicht durch den Weg, St. Raphael. Dann haben wir auch noch die Sicht auf Dantes Inferno, die Geburt der Tragödie eines Gelächerts, also einer Komödie. Schwierig wird es erst bei der Erkenntnis, dass Jesus das Licht ist. So galt im Mittelalter die Sonne als christozentrische Wesenheit. Wir kennen auch das Sonnenwunder von Fatima. Auch hier hat man es mit einem Zeichen zu tun.

Und nochmals darauf zurück zu kommen. Kardinal Ratzinger hat auf den Limbus explizit hingewiesen, dass er die Lehre des Limbus der ungetauften Kinder offiziell verwirft. Das war sicher ein Akt der Barmherzigkeit, zumal es auch schwierig ist, den anderen Teil des Limbus zu verstehen. Christus habe als er die drei Tage im Reich der Toten oder des Todes war, die Gerechten quasi erlöst und in den Himmel geführt. Der Limbus sei daher leer. Der Umstand, der Gottferne wird diese Erkenntnis wohl kaum haben, ob Andere am selben Ort sind. Daher bin ich bei solchen Mutmaßungen vorsichtig. Wenn also das Licht, das alle Menschen erleuchtet wie der Apostel sagt, an diesem Ort fremd ist, so hat Gott diese Fremde heimgesucht. Das steht außer Zweifel. Er ist also nicht in die Hölle, noch in das Fegfeuer gekommen, sondern eventuell mit den Sünden der ganzen Menschheit beladen, als Scheusal am Kreuz von Gott gerichtet worden. Gott kam also Gott nicht zu Hilfe. Das meint, die letzten Worte Jesu am Kreuz, wo er Gott oder Elija anrief, warum er ihn verlassen habe. Diese Gottferne nahm Jesus also auch noch am Kreuz wahr; die Gottferne welche auch den Limbus kennzeichnet.