Mich irritiert dabei nicht das Phänomen, sondern die Manifestierung, bspw. hin zu einem Museum. Da gibt es diesen Reinigungsort, jenseits der Zeit, aber begrenzt und dann soll dieser ein Raum sein, den der Raum nicht zu fassen vermag, wie das im Hymnus Akathistos hervorgeht, als Parabel. Was wir mit unserer Sinnenwelt wahrnehmen, sind räumliche Verhältnisse. Es wird also als ein Ort bezeichnet. Ein Ort, den der Ort nicht zu fassen vermag. Maria ist ein Raum, der Raum Gottes. In ihr wart er geboren und Maria wird auch von den Karmeliten als Herrin des Ortes bezeichnet. Der Raum Gottes, als der Herr des Ortes, die Herrin des Ortes. Mein Irrtum, der Ort wird erfasst, da er ja kein Ende hat, wenn man vom Fegfeuer absieht. Goethe lässt in seinem Faust sehr schön hervorgehen: Alles Vergängliche ist nur ein Gleichnis. Alles, was dem 2. Hauptsatz der Thermodynamik genügt.
Dann hat man auch noch dieses Phänomen eines Fegfeuer-Museums in Rom. Verstorbene hinterließen in Türstöcken, Büchern, Tüchern Brandspuren, Abdrücke und auch hier findet sich kaum eine Erklärung, bekräftigt jedoch den Glauben oder die Annahmen seit Papst Gregor den Großen, welcher diese Doktrin der Kirche und ihren Gläubigen vorgab. Es lässt sich schwer davon absehen. Darüber hinaus hat man es hierbei mit einem physischen Phänomen zu tun.
Der Limbus ist demnach eigentlich schlimmer als Dantes Inferno; vgl. Dominus Flevit.