Ein Heiliger muss kein schwer beladener, trübseliger Kauz sein, der schwer zu leiden hat. Hier schwebt mir das Beispiel des hl. Domenico Savio vor, dem Schüler von Don Bosco. Dieser Don Bosco trug übrigens auch ein braunes Skapulier! Domenico Savio sah bewusst, dass ein Heiliger kein schwerfälliger Mensch sein müsse. Dieser große Heilige ist für die Kirche ein ganz besonderes Merkmal, wie sehr die Frömmigkeit die Seelen an sich zieht. Wenn also Petrus ein Menschenfischer ist, dann aufgrund seiner Frömmigkeit; a priori seiner Heiligkeit.

Wir sind dazu berufen, alle Heilige zu werden! Wenn also der hl. Pio einem rät, sich zu heiligen, meint das die Frömmigkeit. Gott mag dieses Frömmische, er mag den Gesang zu seinen Ehren und doch wissen wir auch: Nur Gott ist heilig, aber man kann sich ihm nähern und ihn lieben, weil in der Liebe alle Kraft und Stärke geborgen liegt, wie ein Schatz dessen Schatzmeister der Heilige Geist ist.

Herzensbildung ist ja kein einfaches Unterfangen. Es geht einher mit der Bildung. Vertrauen ist beobachten dieser Bildung und da geht es nicht um fachliches Wissen, sondern um wie die Person einen Gegenstand betrachtet, ob sie in aushöhlt, verinnerlicht oder preisgibt. Ob sie ihn mag, ob er ihr gewogen erscheint. Das Maß mit dem man misst und zuteilt. Diese vertrauensbildende Maßnahme des Willens per se. Die Welt als Wille und Vorstellung, die dann eigentlich hinzugedacht wird. Etwas, das man auch bei Schopenhauer erst durchschauen muss, denn wenn man nur den Kontext liest, wird man leicht verblendet und sieht nicht, was der Tiefe der Philosophie zugrunde liegt. Diese Herzensbildung, die der Affekt der Bildung an und für sich ist, sonst kann man nur eine Facharbeit darin betrachten, die eine Funktion erfüllt. Man legt aber mehr wert, auf den Freund, als auf die Freundlichkeit, in der dann ein Aufsehen stattfindet. Wozu soll man es dann noch weiter brauchen? Der Freund ist hingegen keine Bedingung. Er setzt sich dem Wohlwollen nicht entgegen, sondern er fördert es, weil der gute Wille mehr ist, als der freie Wille. Er setzt sich daher in der Verbindung fort, aus der Bestätigung heraus, die das Vertrauen in ihm bindet.

Es ist schwierig zwei gegenüber zu stellen, den hl. Laurentius und Goemon und das war wahrscheinlich auch die Triebkraft oder besser, die Zeigekraft.