Als ich ein Kind war, zeigte man an meiner Schule, einer Akademie der Erzdiözese Wien eine Ausstellung von Hiroschima und Nagasaki. Wir sahen auch den Film - Der Tag danach, vom selben Regisseur wie "the day after tomorrow" und diese Bilder der Ausstellung gehen mir bis heute nicht aus dem Kopf. Mittlerweile habe ich mir eine Reihe von Dokumentationen über die Macht des Bösen, von Atomunfällen, des Krieges angesehen und bin wieder zu tiefst schockiert über das Grauen der Resignation solcherlei Tatsachen. Nietzsche kam mir auch in den Sinn: Vom Nutzen und Nachteil der Historie für das Leben - denn es scheint so, als würde man allgemein gerne auf diese Schrecken verzichten, was ich gut verstehe. Es ist nur das Vergessen, was die Situationen angeht. Es ist auch schwer von der Hand zu weisen, dass dieserlei Katastrophen maßgeblich auf die Psyche einwirken und so lasst sich auch schwer vorhersehen, welchen Nutzen es habe. Es gibt eigentlich nur das Böse, welches quält und sich wider die Hölle bäumt, um die Welt wie Tiere zu knechten. Die Kirche kennt den Bösen nicht erst sein hundert Jahren und so sieht man den Verderber an den Herzen weben und nur Jesus kann uns vor seinem Vorhaben bewahren.
Natürlich kann man sagen, dass wir uns noch in einer Zeit, einer Zeit der Gnade befinden, doch ich möchte die Begrifflichkeit nicht aushöhlen, weil ich weiß, dass der Stand der Gnade ein Frieden mit Gott ist, für den es sich zu leben lohnt und doch wissen wir, dass der Friede ein Geschenk ist und keine Selbstverständlichkeit. Doch was kann man tun, um mit Gott den Frieden zu haben? Die Liebe zu ihm suchen, sei es im Gebet, sei es im Messbesuch, im Empfang der Sakramente, kurzum in den Stand der Gnade einzutreten, so wie die Wiedergeburt im Geiste eine Hingabe an die väterliche Huld und Treue bedeutet. Gott will für uns sorgen, damit wir nicht in Unfrieden geraten.
„Die Natur liebt es, sich zu verbergen.“ Heraklit
"Die Natur, die unfähig ist, sich zu ändern." Juvenal
"Der Lohn, den wir empfangen werden, wird nicht gering sein, sondern herausragend, ehrenvoll, herrlich; und so wird die Schande in Herrlichkeit und Freude verwandelt werden." Juliana von Norwich