Dominus Flevit und Nietzsche weinte, das ist abstrakt, die Generationen zu beweinen. Mehr menschlich ist es, den ganzen Gottmenschen zu verstehen. Jesus ist ganz Gott, aber auch ganz Mensch und diese Persönlichkeit spielt im Evangelium eine besondere Rolle. Sonst wären alle Menschen in der Betrachtung, dass Jesus nur Gott war. So aber ist er Gott und Mensch. Gott ist Mensch geworden. Gott ist Geist und der Mensch ist in aller Kreatur. Dh. auf diese Ebene einer Kreatur, als das Geschaffene sich zu erniedrigen, als Gott, der gezeugt wurde von Gott. Das ist also ein Zwie-Verhältnis, das auch nötig ist, weil der Mensch zu höherem berufen ist und Gaben teilt, die von Gott her sind. Also wir haben den Gottmenschen, in seiner Nächstenliebe. Das macht auch das Wesen in einer Demokratie aus, sonst haben wir nur die Sicht darauf, dass Jesus Gott war, also abstrakt zum Menschen und Menschsein im Allgemeinen.

Warum ist es nicht das Ziel, besonders heilig zu werden? Nun, weil Gott den Menschen nicht nach seinem Ansehen richtet und dann verhält es sich so, dass man an einem Tag ein großer Heiliger ist und am nächsten Tag ein großer Sünder.

Das Ziel ist nicht, besonders heilig zu werden. Das Ziel ist, einst in die Reihen der Engel aufgenommen zu werden und so sagt Jesus, dass niemand mehr Liebe hat, als derjenige, der sein Leben für seine Freunde hingibt.

Und warum Corona, warum der Krieg? Die Mutterfrage aller Wissenschaften nach A. Schopenhauer oder die vierfache Wurzel des Satzes vom zureichenden Grunde, weil nichts ohne Grund ist, warum es sei - Frage der Aufklärung und beim Thema Aufklärung wären wir dann bei Hosea 4.6 oder bei Weisheit 4.6. Das ist schwer zu beantworten mit den Alten Texten. Das wusste Gott und das Neue Testament beantwortet die Frage nach Gott, der Existenz, der Schuld, der Vergebung durch den Empfang der Hostie. In ihr wohnt alle Gotteserkenntnis, vor allem im Jahr des Herrn, dem Kirchenjahr. Darin sind die Antworten zu finden, die kein Priester aussprechen kann. Das ist halt eine Gnade, in der sich Gott birgt.

"Ihr Weisen, hoch und tief gelahrt, Die ihr ’s ersinnt, und wisst, Wie, wo, und wann sich alles paart? Warum sich ’s liebt und küsst? Ihr hohen Weisen, sagt mir ’s an! Ergrübelt, was mir da, Ergrübelt mir, wo, wie, und wann, Warum mir so geschah!" J. W. v. Goethe