Aus diesem Grund ist die Betrachtung eines Limbus, die Schwierigste von allem, gleich einer Theodizee, wo man sich dann eigentlich abwendet, um an solchen Sphären nicht zu ziehen; sie nicht anzuziehen. Daher lasse ich das Thema auch und komme nur bei Gelegenheit wieder darauf zurück. Man kann nicht alles, wissen, so wie die dunkle Seite des Mondes. Das ist halt schwierig.

Und in der Betrachtung fällt natürlich auch wiederum die Korrespondenzenlehre auf, wo ich Carlos Castaneda erwähnt habe.

"Als Biltnus Gottes besitzt der Mensch einen göttlichen Geist oder "Geist des Lebens", in dem sein wahres Menschsein begründet liegt. Dem steht aber in ihm selbst "angeboren" entgegen der "geist limbi, der aus ime ein unvernünftige kreatur macht". Hier ist ein "tier, und als ein tier, ein tierischer geist".

Lunatici bezeichnet nun "die tierischen geist der menschen die von dem gemeinen man alein taub oder unsinnig geheißen wird und bilich." Der göttliche Anteil des Menschen ist "aus dem Wort fiat", der tierische aus dem limbus. Dieser ist "nichts anderes als alein das sterblich ding am menschen, das do faulet. ......dieweil er tötlich ist....sonst der mensch faulet nicht, dan er muß in der auferstehung wider do sein und muß rechnung geben und do empfahen den solt, gut und bös... nun aber ist sein schöpfung also, das in seiner vihischen natur und art all eigenschaft seind des vichs, in eim das, im anderen das, also das ein ietlich mensch mag in dem, so es sein vihisch wesen leßt regiren, erkent werden, einem tier oder vich gleich, der einer ku, der einer sau....so er aber das hinweg tut, so stet ein lauter mensch do, der mag keim tier vergleicht werden". Paracelsus

Vgl. "Der Prozeß, der zum Regiertwerden des Menschen von seiner niederen Triebnatur führt, vollzieht sich wieder in der neuplatonischen Korrespondenzenlehre. Da im Limbus die gesamten vier Elemente enthalten sind, als siderische Welt mit dem Himmel und als elementische Welt mit Tier und Pflanze, so korrespondiert der Mensch, der mit seinem corpus physicum aus dem limbus stammt, mit dem ganzen Kosmos."

Von Paracelsus stammt auch der Satz:

„Einer, der ein Philosoph sein und sich vor Falschem bewahren will, der muß seiner Philosophie eine solche Grundlage geben, daß er Himmel und Erde in einem Mikrokosmos zusammenfaßt“.