Die Zeit der Besinnlichkeit kommt, beginnend mit November. Allerheiligen, Allerseelen; da ist es sehr schön, dass sich der Nationalfeiertag noch kurz davor einreiht. Man ist dazu berufen, ein Heiliger zu werden, sich zu heiligen, jenseits sakrosankter Einsichten. Es geht mehr um das Bekenntnis zu allen Seelen, wo Allerheiligen dem Tag des Gedenkens vorauseilt. Allerseelen und Arme Seelen, die oft Dekaden im Fegfeuer harren und so sagt eine Überlieferung, dass die meisten Armen Seelen am Tage des Geburtstags Christi in die seligmachende Anschauung Gottes im Himmel zugelassen sind. Zu Weihnachten also, das größte Geschenk bekommen. Das Geschenk unter dem Baum, der für den Limbus steht, vor dem man bewahrt geblieben ist. Es ist ein großes Ansinnen darin, diese Gnade Gottes zu erfahren. Der Baum, ohne Seele und ohne Licht, so ist der Limbus. Im Limbus gibt es kein Licht! Die Kirche hat im Glaubensbekenntnis den Limbus mitaufgenommen, als das Reich des Todes und daher gilt größte Vorsicht vor der Gottferne.
Der Universalin-Streit des Mittelalters wurde wie in dem Roman - Der Name der Rose - vermutlich durch die Schriften des Aristoteles bekräftigt. Das Problem liegt in der Existenz von Begriffen. Eine Begriffsverwirrung, weil man per se keinem Wort eine Existenz zubilligen kann. Existenzen sind Aggregate mit einem Anfang und einem Ende. Damit müsste jede Begriffsfolge aus Zuweisungen bestehen, die dann gleich dem Zugewiesenen einen Ablauf haben. Also zB. Ich oder Ich bin, dann ist das ein Ablauf. Die Begriffsfolge steht im Grunde aber frei, weil sie ja an ein Aggregat gebunden ist, dem des Seienden und weil jeder sagen kann "Ich bin", hat man es hier mit keiner Unwirklichkeit zu tun, sondern nur mit einer Zuweisung einer empirischen Begrifflichkeit. Ich bin oder ich tue, als Handlung einer Existenz, wobei der Bote nicht mehr ist als die Botschaft. Es ist also eine Frage des Nutzens, wo man sich fragt, wer mitgenießt? Hier begegnet man bereits diesem Dualismus zwischen dem Ausführenden und dem Betrachter. Ich bin und du bist; Zeuge eines Aggregates, wobei das Wort davon frei ist, wie ein Werkzeug des Handelnden. Es ist vielleicht nur ein Beispiel für den Dualismus, der in Zuweisungen vorherrscht. Die Frage ist nur, welchen Nutzen das hat. Wo nun in Goethes Faust, derselbe sagt: Die Tat ist alles! Nun, die Zuweisung des Wortes, als Billigung eines Habeas und dieses Habeas beschreibt sich im Corpus, der die Handlung vollzieht. Als das ich habe oder ich bin. Ich denke, dass in diesen demokratische Grundgedanken die Lösung ist, um die Universalie zu begreifen oder der Theodizee zu entfliehen. Die Demokratie ist die Lösung für den Universalin-Streit, weil sie vom Dualismus absieht. Gott, Mensch und Mitmensch.
Die Protestanten, allen voran Luther trat für eine Zweischwerterlehre ein, die sog. Prädestinationslehre, Amor Fati, wenn man so will. Das ist die Liebe zum Schicksal, Prädestination als Vorherbestimmung, wenngleich die Kirche die Vorsehung lehrt. Das Wirken Gottes kann alles ändern, daher glauben wir an die Vorsehung, die uns dem Rachen des bösen Feindes entreißt. Gott hat uns zuerst geliebt, der Gott der Wunder und des Heils.