Spr 23
2 Setz ein Messer an deine Kehle, /
wenn du ein gieriger Mensch bist.
wenn du ein gieriger Mensch bist.
3 Sei nicht begierig auf seine Leckerbissen, /
sie sind eine trügerische Speise.
sie sind eine trügerische Speise.
4 Müh dich nicht ab, um Reichtum zu erwerben /
und dabei deine Einsicht aufzugeben.
und dabei deine Einsicht aufzugeben.
5 Flüchtig ist er; schaust du nach ihm, ist er weg; /
plötzlich macht er sich Flügel und fliegt wie ein Adler zum Himmel.
plötzlich macht er sich Flügel und fliegt wie ein Adler zum Himmel.
6 Iss nicht das Brot des Geizigen, /
sei nicht begierig auf seine Leckerbissen!
sei nicht begierig auf seine Leckerbissen!
7 Denn sie schmecken in der Kehle wie etwas Ekliges. /
Er sagt zu dir: Iss und trink!, /
doch sein Herz ist dir nicht zugetan.
Er sagt zu dir: Iss und trink!, /
doch sein Herz ist dir nicht zugetan.
8 Den Bissen, den du gegessen hast, musst du erbrechen /
und deine freundlichen Worte hast du vergeudet.
und deine freundlichen Worte hast du vergeudet.
9 Rede nicht vor den Ohren eines Törichten, /
denn er missachtet deine klugen Worte.
denn er missachtet deine klugen Worte.
11 Denn ihr Anwalt ist mächtig, /
er wird ihre Sache gegen dich führen.
er wird ihre Sache gegen dich führen.
13 Erspar dem Knaben die Züchtigung nicht; /
wenn du ihn schlägst mit dem Stock, wird er nicht sterben. 4
wenn du ihn schlägst mit dem Stock, wird er nicht sterben. 4
14 Du schlägst ihn mit dem Stock, /
bewahrst aber sein Leben vor der Unterwelt.
bewahrst aber sein Leben vor der Unterwelt.
15 Mein Sohn, wenn dein Herz weise ist, /
so freut sich auch mein eigenes Herz.
so freut sich auch mein eigenes Herz.
16 Mein Inneres ist voll Jubel, /
wenn deine Lippen reden, was recht ist.
wenn deine Lippen reden, was recht ist.
17 Dein Herz ereifere sich nicht wegen der Sünder, /
sondern eifere stets nach Gottesfurcht!
sondern eifere stets nach Gottesfurcht!
19 Höre, mein Sohn, und sei weise, /
lenk dein Herz auf geraden Weg!
lenk dein Herz auf geraden Weg!
20 Gesell dich nicht zu den Weinsäufern, /
zu solchen, die im Fleischgenuß schlemmen;
zu solchen, die im Fleischgenuß schlemmen;
24 Laut jubelt der Vater des Gerechten; /
wer einen weisen Sohn hat, kann sich über ihn freuen.
wer einen weisen Sohn hat, kann sich über ihn freuen.
25 Deine Eltern mögen sich freuen; /
jubeln möge die Mutter, die dich gebar.
jubeln möge die Mutter, die dich gebar.
26 Gib mir dein Herz, mein Sohn, /
deine Augen mögen an meinen Wegen Gefallen finden;
deine Augen mögen an meinen Wegen Gefallen finden;
29 Wer hat Ach? Wer hat Weh? /
Wer Gezänk? Wer Klage? /
Wer hat Wunden wegen nichts? /
Wer trübe Augen?
Wer Gezänk? Wer Klage? /
Wer hat Wunden wegen nichts? /
Wer trübe Augen?
31 Schau nicht nach dem Wein, /
wie er rötlich schimmert, /
wie er funkelt im Becher: /
Er trinkt sich so leicht!
wie er rötlich schimmert, /
wie er funkelt im Becher: /
Er trinkt sich so leicht!
32 Zuletzt beißt er wie eine Schlange, /
verspritzt Gift gleich einer Viper.
verspritzt Gift gleich einer Viper.
33 Deine Augen sehen seltsame Dinge, /
dein Herz redet wirres Zeug.
dein Herz redet wirres Zeug.
34 Du bist wie einer, der auf hoher See schläft, /
der einschläft über dem Steuer des Schiffes.
der einschläft über dem Steuer des Schiffes.
35 Man hat mich geschlagen, doch es tat mir nicht weh, /
man hat mich gehauen, aber ich habe nichts gespürt. Wann wache ich auf? /
Von neuem will ich zum Wein greifen.
man hat mich gehauen, aber ich habe nichts gespürt. Wann wache ich auf? /
Von neuem will ich zum Wein greifen.
1 ℘ (1-13) Sir 31,12-21
2 ℘ 22,28
3 12-35: Nach Mahnungen, die vom ägyptischen Weisheitsbuch abhängig sind (vgl. die Anmerkung zu 22,17 und die Einleitung), folgt ein Abschnitt mit väterlichen Lehren; er endet mit einem sarkastischen Spottlied auf den Trunkenbold in VV. 29-35.
4 ℘ 13,24; 19,18; 22,15; 29,15.17; Sir 30,1-13
5 ℘ 24,14
6 ℘ Sir 18,33
7 ℘ 1,8; 30,17; Sir 3,1-16
8 ℘ 4,7
9 Fehlt in G und unterbricht den Zusammenhang, ist also wohl ein Zusatz.
10 ℘ 22,14
11 ℘ 7,12
12 ℘ 20,1