Protestanten gehen vom guten Willen aus, während Katholiken von der Gnade ausgehen. Das Eine sind weltliche Bemühungen, das Andere Geistliche. Man hat damit einen Vorhof und sieht, dass das alles zusammen gewachsen ist, wie das Unkraut mit dem Weizen. Seelsorge ist natürlich der primäre Begriff, wobei man nur bei den Katholiken von einer gültigen Taufe sprechen kann, die Protestanten an keine Erbsünde glauben, daher auch nicht an die unbefleckte Empfängnis usw. Bekehren sich Protestanten, wird die Taufe ergo nachgeholt. "Der Pharisäer stellte sich hin und sprach leise dieses Gebet: Gott, ich danke dir, dass ich nicht wie die anderen Menschen bin, die Räuber, Betrüger, Ehebrecher oder auch wie dieser Zöllner dort." Lk 18,11 Dieser Apostelkult inkl. Taufe ist das Eine und das Andere:"Und er erzählte ihnen noch ein Gleichnis: Mit dem Himmelreich ist es wie mit dem Sauerteig, den eine Frau unter einen großen Trog Mehl mischte, bis das Ganze durchsäuert war." Mt 13,33Dann die Frage: Hatte Jesus das nur gut gemeint oder war Jesus wirklich gut? Wobei er ergänzt und sagt: "Niemand ist gut außer Gott, dem Einen." Mk 10,18Also ist es eine Frage des Glaubens."Wer an mich glaubt, wird leben, auch wenn er stirbt, und jeder, der lebt und an mich glaubt, wird auf ewig nicht sterben. Glaubst du das?" Joh 11,25-26 Was glaubt man also? oder Warum ist das so?Nun, Jesus könnte es sich leicht machen und sagen, dass nur die Einen gut sind, die an ihn glauben. Das stimmt wohl, weil nur Jesus gut ist, aber da ist auch noch der Chronist der Weltgeschichte, St. Michael, der auch der Patron der Toten ist. Wie sollte man Ansprüche gegenüber ihm verteidigen können? Abgesehen davon, ist Jesus Gott und als Gott dreifaltig. In dieser Dreifaltigkeit besteht ein globaler Anspruch auf alle Seelen, weil sie sein Eigentum sind und Satan hat keine einize Seele gemacht. Wie könnte er da Anspruch haben? Er kann verderben. Das ist ja das Unglück, dass er schadet, wo immer und wie immer er kann. St. Michael vertritt also die Seite der Engel, die sich entschlossen auf die Seite Gottes gestellt haben und für die Menschwerdung eintraten, obwohl sie Engel waren. Da spricht man doch von Nächstenliebe, denn obwohl ein mindereres Geschöpf wie wir Menschen gegenüber den Engel auftreten, haben wir doch etwas, das die Engel nicht haben, das ist die Seele und darum geht es.Die Kirche beruft sich auf Verdienste und das kann keine Religion oder Konfession der Welt. Das Teilen ist also eine Sache des Glaubens, denn aufgrund der Verdienste werden Sünden vergeben und das müssen nicht die Eigenen sein, wie bei den Gerechten. So macht, wie der hl. Paulus lehrt, der Glaube an Jesus gerecht und nicht per se der eigene Verdienst. Mea maxima culpa."Du hast es gesagt" Mt 26,64 - Verhör vorm hohen Rat und zu Judas "Du sagst es." Mt 26,25.