Ein Blick aus der Mitte des Castel del Monte, welcher eine Sonnenuhr kennzeichnet, unterteilt den Tag eigentlich in acht Teile, wie die Kirchtürme der Kirchen, die Michael geweiht wurden, acht Ecken haben. Dieses Achteck, dieses Oktolon und gleich auch, die Sonnenuhr.

Diese achteckigen Sonnenuhren waren insbesondere im Barock verwendet. Gerade im Barock war es auch üblich, sich weiße Tiere zu halten. Der weiße Esel mit den blauem Augen zB. der sogenannte Barockesel, aber auch jede andere Form. St. Hubertus mit dem weißen Hirsch und Kreuz im Geweih. Gänse, die den Bischof kunden, die weiße Taube, man hat dabei einen starkem Hang zur Mystik in dieser Zeit abgeleitet, wobei weiß und schwarz ursprünglich keine echten Farben sind, gemäß der Farblehre, subtraktiv oder additativ.

Da sagt Paulus: "diesen Menschen dem Satan übergeben zum Verderben seines Fleisches, damit sein Geist am Tag des Herrn gerettet wird." 1 Kor 5,5 Wie kommt Paulus dazu, wenn Gott sagt: "Mein ist die Rache, ich werde vergelten, spricht der Herr." Röm 12,19 wie Paulus selbst bekennt. Das ist ein Widerspruch in sich. Entweder Gott oder Satan und dann ist die Frage, weshalb sich Paulus hierin überhaupt ereifert, eben wegen der Rache des Herrn. Das macht ihn unglaubwürdig, weil dann müsste er "diesen Menschen" ja Gott übergeben, anstatt dem Feind Gottes. Hat er sich am Ende gar nicht ernst genommen als er den Feind bekannte? Wenn ein Mensch von Gott redet, warum sollte er dann vom Satan reden? Diese Frage stellt man sich auch bei Jesus, der bspw. Petrus einen Satan nannte. Dieses Allerlei mutet zu wenig Frömmigkeit an, denn man weiß, dass Gott ein eifernder Gott ist. Wir würden sagen, eifersüchtig. Warum sollte man da im Satzbau noch einen Anderen einbauen? Was nützt es dem Menschen, wenn er die ganze Welt gewinnt, also das Gute und das Böse, wenn es doch Schaden an der Seele verursacht. Das ist eben die Gradwanderung, weil der Mensch ja immer auch mit dem Bösen hadert; zurecht hadert. Trotzdem, der Einsiedler, der Mönch wird in allem Grund Gott suchen. Gott, soll einem nicht in Versuchung führen. Das bedeutet viel. Es bedeutet nicht, eine Projektion zu benötigen, also ein Lichtbild, ein Schattenbild, einen Entwurf. Man hat also immer diese Frage: Wer ist wie Gott? Es ist nicht, das Gegenteil dieser Frage. Wer ist nicht wie Gott? Aber wenn jemand nicht ist, wie Gott? Wer ist dann Gott? Niemand hat Gott je gesehen und Kunde gebracht hat nur einer; der Licht von Licht genannt wird, der ohne Entwurf ist. Wozu also diese Beschwichtigung eines Antipas, eines Entwurfes, also eines Schattens?