Das Fegfeuer - "wartet im Himmel auf mich" und dann stellt man sich die Frage, wenn Menschen bereits früh abberufen werden, bevor ihr Sündenmaß das Maß übersteigt, was diese Person zu tragen im Stande ist, dann hat sie vielleicht ein kürzeres Fegfeuer. Man weiß nicht, wozu Gott einem auf Erden braucht. Manche folgen auch einem Imago, was auch einen Irrtum meint. Jeder Mensch ist einzigartig und genauso einzigartig liebt einem Gott als unser Vater. Das hatte schon Jesaja gewusst (Jes 64,7), dass Gott unser Vater ist und so haben wir Papst Gregor den Großen, der vom Fegfeuer kundet. Es ist die Frage, wie hat es sich entfacht oder wenn nun das Feuer dort im Fegfeuer dasselbe sei wie in der Hölle, nur zeitlich befristet, wie sei es zeitlich übergeschwappt? Wie hat die Materie ihr, sagen wir, Raum-Zeit-Kontinum verlassen können? "selbst wenn er wollte" Lk 16,26 Erst mit der Endzeit, also der Himmelfahrt Christi, macht ein Fegfeuer Sinn. Jesus war jedoch nicht im Fegfeuer, während seiner drei Tage im Reich des Todes, sondern eben, wie der Name sagt, im Limbus. Ich würde das nicht anders bezeichnen, wie ein Feuer, des Verlustes Gottes, aber Gott war dann da. Gott kam an einen Ort, wo er gar nicht war, so wie auf Erden durch seine Menschwerdung. Er hat also keine einfache Crux vollzogen, sondern eine Zweite, indem er auch im Limbus, dem Ort der Gottferne war und die verminderte Form, der Ort der Gnade, ist die Zeit in der wir leben, den Herrn frei empfangen können, an seinem Tisch Anteil haben können, seinen Sakramenten, die er gespendet hat in seinem Haus. Vor Christus gab es kein Fegfeuer, keine Gnade und keine zeitlich befristete Hölle, die das Fegfeuer im Eigentlich ist. Wer wartet also im Himmel auf mich? Nun, mein Schutzengel, der uns in Empfang nimmt, wenn wir in den Himmel eingehen dürfen, doch davor ist diese Zeit der Armen Seelen, die unsere Seele mit Armut erfüllt. Viele Heilige haben die völlige Armut auf Erden akzeptiert und in Kauf genommen, nur um diesem Leideskreis des Fegfeuers abkürzen zu können; einerseits durch gute Taten oder andererseits durch Verzicht. Dabei muß man auch bedenken, dass ein Tag im Fegfeuer nicht ist wie ein Tag auf Erden, wie die Heiligen meinen. Man kann das Leid nicht zeitlich begreifen, ich denke dass diese Heiligen, die auch nur Menschen mit Irrungen waren, keine Worte fanden für das überwältigende Ereignis, welches dieses Fegfeuer darstellt. Nun sollen aber auch gerade im Jahrkreis, dann wenn Weihnachten naht, in dieser Heiligen Nacht, die meißten Armen Seelen in den Himmel gelangen können. Dieses Ereignis macht Mut, diese große Tat des Herrn anzuerkennen, damit wir nicht trostlos bleiben und uns davon abwenden, weil wir der Meinung sind, dass wir ohnehin nicht in den Himmel kommen, ob unserer Taten, unserer Sünden. Noch haben wir Zeit, Zeit der Gnade, Zeit die Gottesliebe zu üben, weil um die geht es schließlich, so wie der eine Schächer der mit Jesus gekreuzigt wurde, selbst da noch die Liebe Gottes erreichte; erlöst wurde!
Jesus kundet vom Weltgericht. Mt 25,31-46 Auf dieses bezieht sich auch die Offenbarung des Johannes, wo man annimmt, dass es eben nicht der Jünger war, den Jesus liebte, weil der gesamte Kontext sich grundlegend zu unterscheiden sucht. Die Frage ist nur, wie zwei Gerichte mit der Weltsicht einhergehen. Zum Einen das Gericht über die Seele beim Ableben und zum Anderen ein Weltgericht. Nun ist die Frage, ob dieses vielleicht bereits während dem Leben von statten geht, was wir dann als Schicksal anerkennen, wenn wir uns so oder so gebärden, denn mehr als eine Gebärde scheint eine duale Sichtweise zwischen Schafen und Böcken nicht zu sein, doch referenziert der Autor dieses Textes auf "wann haben wir dich fremd und obdachlos gesehen und aufgenommen, oder nackt und dir Kleidung gegeben?" Mt 25,38 Es ist nicht die Frage nach dem Warum, sondern schlichtweg geht es um Zeit, oder um Ereignisse, so wie Ehe, Geburt von Kindern und alles, was eigentlich den Gerechten kennzeichnet, denn er gibt und empfängt. Alle Anderen waren bockig und waren im Geringsten nicht zufrieden mit dem was das Leben bot. Es ist also die Frage nach dem Verlangen oder Erlangen, dennoch muß man sagen, dass ein Weltgericht auch eine Causa Prima sein kann. Warum sich alles so verhält und die Strafe als das schicksalhafte Streben nach Unerreichtem. Blickt man hier nicht, auf einen blinden Fleck, wie man in der Fachsprache sagt? Ist es eine Theodizee? War das Ereignis Mose eine Theodizee? Man hat sich dann auf dieses "Dies irae, dies illa, Solvet saeclum in favilla" geeinigt. "Tag des Zornes, Tag der Zähren! Wirst die Welt in Asche kehren" und als Kehrvers, der eleusinische Mysterienruf "Ihr stürzt nieder, Millionen? Ahndest du den Schöpfer, Welt?" Gott ist die Liebe zueinander, von einander und daher für sich. Wieso sollte er gegen seine geliebten Geschöpfe planen? Zorn wird bei Gott nicht Fatum sein, sondern ein Aspekt von Todsünde.