Der emeritierte Kardinal Schönborn macht in den Medien gerade wieder auf sich aufmerksam. Diesmal stellt er einfach nur die Frage: "Wollen wir das?" Dieses Frage ist gut, sie ist eine Gewissensfrage. Will man bestimmte Dinge? Man muß diese Frage erläutern, was zu einem passt und was nicht, ob man in der Willensfrage übereinstimmt. Das ist sehr wichtig, so wie die Engel es lieben sich zu beschließen. Wollen wir das? Es heißt nicht, will ich das oder jener, sondern wir. Freilich kann man diese Frage als eine Anlehnung an Shakespeare verstehen und dessen Bühnenstück: "Was ihr wollt" oder "Was, ihr wollt?". Beides ist richtig. Die Bedingung, das Knüpfen an Bedingungen, dieses Aufbegehren. Freilich ist diese Willensfrage als ein Akzent zu verstehen, ein Auftakt - einer Generation. Will diese Generation das?

Man muß es von dieser Seite aus betrachten: "Die lateinischen Ausdrücke genius und ingenium leiten sich vom Verb «geno = gigno» ab, was «zeugen, gebären» heisst und auf die griechischen Formen «geinomai, gignomai» zurückgeht. (Auch «Genus», Geschlecht, Gattung; «generell», die Gattung betreffend; «Genesis», Entstehung; «Generation» und «Genetik», ja sogar «König» stammen von der Wurzel «gen».)" Unser emeritierter Kardinal liebäugelt gern mit der Psychologie, wo dies als Menschenfischerei gesehen wird, sein Steckenpferd, dem sich Paracelsus entgegenlehnt, wider die Steckenfahrt.

Nikolaus von Kues "Jedes Wesen liebt sich in seinem Bestande und dem Beschlossensein in sich selbst (et ipsa se amant singula suae