Abgesehen von Anna Katharina Emmerick und Papst Leo, dem XIII. bedarf es dem Jahr 2035, um ein Heiliges Jahr chronologisch nach 1300 zu erhalten. 2025 geht sich laut dieser Prämissen der Beiden jedenfalls nicht aus. Dann hat man allerdings wieder eine kreative Anomalie, also eine Regung der Fantasie wegen, weil die Kirche dem Alten Testament wegen, nichts schuldig ist und doch um die Klagelieder des Psalmisten ringt. Papst Leo XIII. wankt um die Zerstörung der Kirche binnen 75 Jahren und Emmerick mahnt eine Zeit von 50 oder 60 Jahren vor dem Jahr 2000 als Zeit des freigelassenen Satans ein. 2035 als ein ordentliches Jubeljahr nach 1300 und es ist interessant zu sehen, wie Päpste sich darin selber überflügeln, Jubeljahre auszurufen, nur um einer Norm nicht zu genügen, aber Vollmacht erlaubt das, wie bei Bonifatius, der plötzlich 100 Jahre vorsah. Die Frage ist, warum diese historischen Puzzelsteine sich so dicht aneinander schmiegen, also 2035 und selbst das ist christozentrische Zahlenmystik, wie am Castel del Monte, wo man quasi dem Schatten hinterher jagt. Wahrscheinlich sucht man den Kontrast. Für Gott ist ein Tag wie tausend Jahre, meint Petrus. Man muss dann schon den Schatten der Sonnenuhr im Innenhof des Castel del Monte verstehen.

Jugendsünden: Goethe prägt hierbei den Akzent im Faust, II. "Als ich mich dort im Feuerreich bespiegelt". In der Jugend schwer erkennbar, da der Trieb noch nicht recht erkannt und doch, ist Eitelkeit und Selbstbestätigung das Maß der Charakterbildung überhaupt; hier: der Jugendstil, verspielt und doch massiv.

Expressionismus und Art Déco - "Am Ende hängen wir doch ab von Kreaturen, die wir machten." Goethe, Faust II. Vermutlich verhält es sich umgekehrt, von Kreaturen die uns machten. Das ist der Warhole-Effekt, wo Kunst das Leben nachahmt, Schauspieler entstehen.