Denkt man zurück an die erste der vier Erscheinungen von St. Michael am Monte Gargano, so fällt einem auch der Stier auf, der vor der Grotte kniete oder stand. Der Stier rümpft die Nase, das ist halt ein Markenzeichen dieser Schuhe. Wahrscheinlich.
Warum aber diese Darstellung in Bezug auf Siponto? Eventuell, weil es die Kulturkreise verbindet. Nicht das Theater, das wir von den Griechen kennen, sondern die Maske, die es schon seit vielen tausend Jahren gibt. Im Vergleich dazu, dass die Frage des Brasilianers im Raum steht, ob Bilder Menschen fressen können. Das waren im Grunde Masken, um die Feinde zu erschrecken. Diese Anspielung und unser Papst ist auch Brasilianer. Sein Vorgänger meinte noch, er sei "medienressistent" und der Brasilianer aus dem Vortrag ist Medientheoretiker, Baitello Norval.
Nochmals zurück zu den Schuhen von St. Michael. Das Einzige was noch vom Gesicht zu sehen ist, wenn man sich die Corona-Maske von der Nase herunterzieht, was man oft sieht, ist genau diese Symbolik. Ein Fingerzeig darauf, dass Corona von St. Michael kam.
Wie lässt sich diese kulturhistorische Bedeutung erklären, wie bspw. bei dem Bild von Maria mit den sechs Fingern. Fehler sind das keine, aber was will uns der Künstler damit sagen? Der falsche Fehler?
Betrachtet man vor allem die renommierte Figur des Erzengel Michael an den beiden Schuhen, so fällt einem wie bei dem Bild der Mutter von der immerwährenden Hilfe auf, dass es Masken sind. Bei dem Bild der Mutter hingegen verliert Jesus den Schlapfen. Es ist interessant, weshalb es hier bei dem Bild von St. Michael gerade die Schuhe sind, während er seinen Fußabdruck bei einer Erscheinung am Monte Gargano in Stein hinterlassen hat, sieht man hierbei den Bezug zu Siponto sehr deutlich.
Zweimal war ich in Apulien und wollte in das Museum in quasi Siponto, doch leider hatte es geschlossen. Es wäre wirklich spannend, weil das Buch hat mir die antike Sicht auf das kulturelle Erbe erschlossen.
Man muss das halt von der Sicht betrachten, dass die antiken Griechen entitas lebten, was so viel bedeutet wie "ich bin die Seiensheit". Sie nahmen den Terminus der Römer und gaben stattdessen Dionysos ergo Bachus.
Es spricht für den Qualia-Aspekt und daher für eine Universalie. Da sind wir wieder beim Entitäten-Streit.
Was ist ES? Das Ding an sich nach Kant, ein Noumen und Hegel benützt hingegen "an und für sich" also explizit, während das "an sich" implizit ist.