Das heidnische Rom sah sich als Termini, vielleicht als Grenze zur neuen Welt; als die Mutter aller Städte und um das Jahr 1300 war es genauso. Die Gläubigen pilgerten nach Rom, um einen Ablass zu erfahren und daraus wurde das erste heilige Jahr, das sogenannte Jubeljahr und eigentlich ist es das Jahr des Herrn. Nicht das Jahr 1300 oder ein anderes Jubeljahr, sondern jedes Jahr ist es das Jahr des Herrn. Ich denke das bezieht sich auf die Genesis, wie auch immer wieder neu interpretiert wird, als eine Schöpfung, die nicht abgeschlossen ist, sondern die Woche hat sieben Tage und am siebten Tag ruhte er. Ein fortlaufender Prozess, vielleicht wie die Steinzeit, etwas auf das man wie in Kubricks Odysee 2001 pochen kann.

"Arbeiten wir an einer Welt" So war der Slogan einer Werbeeinbledung in den Kinos der 80er. Dabei ging es und geht es keineswegs um eine Klima-Weltuntergangs-Sekte, die nur eitel ist, sondern allgemein um ein Klima miteinander; kurzum untereinander.

Die Flagellanten wurden mit 1349 verboten und damit hat sich auch die Simonie erledigt.

Heraklit wurde zB. als "Der Dunkle" bezeichnet. Dunkel und verborgen, gleich was er sagte. Es ist dieser Archetyp, den auch Mattis ein wenig hat. Dünkelhaft verborgen, sagt man. Ich gehe auch nicht zum Lichtfest, aber ich habe es schon erlebt, besonders die Orgelimprovisation beim Beginn der Messe im Stephansdom wird mir immer in Erinnerung bleiben, weil es ein außerordentlich schönes Lied ist, das hier an diesem Fest gespielt und gesungen wird. Es ist so, wie das Lied vom Heiligen Geist in der Kirche. Es ist weit schöner und klarer, als die Lieder aus Tazie.

Es ist genau der Weg zum Lichtfest. Da ist es immer dunkel.

Mit Maria Lichtmess endet die Weihnachtszeit, es ist dunkel, nahezu finster und dann werden die Kerzen entzündet "auf, werde Licht". Also an diesem Tag werden in der Kirche auch die Kerzen geweiht. Es ist Maria Lichtmess!

Heute gehen die Lichter aus

Bevor Jesus geboren wurde, war es ziemlich düster im Land und mit seiner Geburt hielt das Licht Einzug. Als er starb verfinsterte sich der Himmel wieder, aber er stand auf von den Toten und so blieb es Licht und eine neue Zeitrechnung hielt Einzug. Es wird nicht weniger, als das Jahr des Herrn.

Die Erkenntnis zieht natürlich auch die Gnade herab und daher fühlt man sich vielleicht etwas leer oder bedrückt. Natürlich drückt es, aber das ist ein gutes Zeichen, weil Gott so besser auf unsere Seelen einwirken kann.

"werft ihn hinaus in die äußerste Finsternis!" Mt 22,13