Ist intelligentes Leben möglich? Das ist auch die Grundfrage im christozentrischen Kontext, kann der Mensch leben? Damit ist freilich das Leben ohne der Sünde gemeint, welche den Tod bringt. Dieser christliche Aspekt besticht mit seiner Klarheit, so Jesus doch vom Leben nach dem Tod spricht. Nun kann man sagen, es gehe dabei um das Leben, sobald man sich von der Sünde gelöst hat; gehe hin und sündige hinfort nicht mehr. Erteilt uns Jesus eine Moral? Zumal der Tod durch die Sünde Raum hat, sehr wohl. Nun ist man also ohne Jesus dem Tode geweiht, weil es ja ansonsten keinen Ausweg gibt, dem Sterben durch die Sünde zu entfliehen. Was meint das? Gottes Mühlen mahlen langsam, Sünde leitet zur Todsünde, zu Hass, Verderben und zur Ausweglosigkeit. Die Sünden der Anderen wiederum führen zur Abschottung. Also, Beides ist denkbar. Jesus spricht daher nicht von diesem Leben, das den Tod bringt, sondern er spricht vom ewigen Leben. Was also meint das? Alle Menschen sterben und man kann nicht sagen, die Meißten. Jesus sagt im Gespräch mit Nikodemus, dass der Mensch in seinem Leben wiedergeboren werden könne durch den Heiligen Geist und dieser Geist ist die Hoffnung vieler, doch gerettet werden eben nur, die bis zum Ende standhaft waren. Standhaft in der Tugend der Reinheit? Wir wissen doch von Paulus, dass der Mensch nicht durch Taten gerecht werde, sondern durch den Glauben an Jesus Christus. Standhaft also im Glauben, den Jesus als einen Aufbruch darstellt, in einem Senfkorn. Das Leben also ist das Leben und die Sünde ist der Tod, kein Leben.
Hat Paulus die Wahrheit gesagt, mit den gerechten Taten? Was ist mit den ungerechten Taten? Sie machen einem wohl ungerecht, an ihren Früchten werdet ihr sie erkennen. Konnte also der Moralapostel nur schwer gerettet werden und hat sich darin am Ende geopfert. Man müsste freilich fragen: Ist Gerechtigkeit eine Tugend? Ist Liebe eine Tugend oder Wahrheit? Warum gelten diese grundlegenden Werte nicht als Tugend? Eben weil sie bedingt sind. Jesus mahnt, auf Gut zu verzichten. Das tat Paulus ja; alle Apostel taten es. Ein Verzicht auf Gerechtigkeit in diesem Leben. Besonnenheit und Recht sind das Kalkül der Erde. Die Säule der Vernunft fordert die Sonne der Gerechtigkeit auf den Plan wider die Vorsehung und wird zum unfriedfertigen Logos. Das heutige Evangelium sagt auch: "In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: Es gibt keinen guten Baum, der schlechte Früchte bringt, noch einen schlechten Baum, der gute Früchte bringt." Gerechte Taten, das ist so wie die Schönheit, die automatisch gut ist. Der Gerechte, der Alleingelassene, wie Jesus diese zurücklässt, das Leben sie zurücklässt, um stattdessen das Verlorene zu suchen; lasst die Toten ihre Toten begraben und wenn die Gerechten also sterben, werden sie von anderen Gerechten bestattet. Hier ist also nicht der Sünder der Verlorene, der Vergessene oder Tote, sondern der Gerechte. Der, den das Leben zurücklässt und so hat Gott keine zwölf Gerechten zu Aposteln gemacht, sondern die Sünder. Auch Maria Magdalena folgte ihm nach. Das Apostolat bezieht sich daher gar nicht auf Gerechte und die Kinder des Lichts beherrschen den Umgang nicht.