Wer kauft einen Friedhof? Das ist die eigentliche Frage, wo Jesus sagt, lasst die Toten ihre Toten begraben oder sucht den Lebendigen nicht bei den Toten. Wenn also jemand bereits exkommuniziert ist, aufgrund des Standes. Wenn man also nicht im Stand der Gnade ist, sondern in Ungnade, dann ist die Frage wie man das Leben dem wieder zuführt. Das geht also eigentlich nur durch die Vergebung der Sünden, aber diese erfordert eine Loslösung. So kann der Priester in der Beichte nur das vergeben, was vor Gott gelöst erscheint. Also ein Konkubinat, erfordert eine Lösung. So einfach ist das. Wird dieses Verhältnis nicht gelöst, kann Gott durch das Priesterwort daran binden. Wen ihr ihre Sünden vergebt, dem sind sie vergeben. Der Priester kann nur das vergeben, was bereuht wird oder das was gelöst wird. Da kann der Priester lösen durch sein Wort, auf Erden und im Himmel. Man kann also jetzt nicht hergehen und sagen, der Papst sagt, dass wiederverheiratete Geschiedene rein sind vor Gott. Bereits Weisheit 4,6 wird dabei zum Problem. Also der Umstand der Ungnade kann nicht aufgelöst werden, solange das Verhältnis besteht. So gehen manche her und lassen durch die Kirche wie in der Simonie, ihre Ehe die sie hatten, die schief ging, annulieren. So als würde Gott nicht da sein. Es ist ja, der barmherzige Gott und mit diesem Schlüssel erwirbt man sich sein Unterpfand. Da aber Gott auch der Herr der Geschichte ist und St. Michael sein Chronist, kann man nicht einfach hergehen und ihn leugnen. Schon aus historischen Gründen nicht. Es geht nicht darum, dass man keine Sünden begeht. Sicherlich sagt Jesus, geh fort und sündige hinfort nicht mehr, aber das ist ein Wort, mit er am Anfang sagte: Es werde Licht! Da kann man nicht einfach sagen, mein Bekannter sagte dies oder das. Sicher, hat man ihn bekannt, oh Gott. Ja, man fängt an dem Gotte aufzuopfern, was das Herz erfüllt. Klar, viele die man mit dem Konkubinat-Gedanken anspricht, drehen sich mit Entsetzen weg, aber das tun sie ob ihre Sünde, die nicht unbedingt die Eigene sein muss. Man muss nicht belehren, vielleicht meint das der Papst. Ein verstocktes Herz, das zaudert, wird nicht ohne Gottes Gnade sanft wie ein Lamm. Der Verlußt des Sanftmutes ist in der dieser Welt immer wieder gegeben. Manche haben ihn mehr, andere weniger, aber sicher ist sie eine besondere Herzenstugend. Einerseits spielen die Nerven eine Rolle, der Gemütszustand, vielerlei Dinge die uns bedrängen vielleicht. Man kann nicht sagen, dass jeder Menschen gleich fühlt oder mit Gefühlen gleich umgeht, aber eines ist klar; dass wir für Gott und zu seiner Ehre erschaffen worden sind, so weit wir uns auch manchmal vom Urheber der Schöpfung wegbewegen, wie das an den Pflock des Augenblicks gekettete Schaf, frei nach F. Nietzsche.

"Das Herz befehle!" hl. Johannes von Gott. Wie steht man zu diesem Gedanken? Ist man damit labil, dass man alles mögliche an sich heranlässt? Darum geht es nicht. Der hl. Paulus sagt, dass Liebe alles glaubt. Das hat denke ich damit nicht direkt zu tun, sondern der Blick Richtung Süden, wo die Sünden sind, das ist der Punkt, dass man Sühne leistet. Wie haltet sich dieser Gedanke die Waage? Manche können es, andere tun sich schwer damit. Niemand ist vollkommen und jede Tugend ist ein Gewinn für sich. Man kann nicht verallgemeinern. Das Herz befehle, ja, indem man es entscheiden lässt, doch wohl auch darauf besinnt, aber so wie alles irdische ist es mehr daran gelegen, was dieses Herz tut, anstatt was sagt, oder befiehlt. Wovon das Herz voll ist, davon spricht der Mund, sagt Jesus. Manchmal ist schweigen mehr und dabei geht es a priori darum, mit diesem Herzen Gott zu lieben, mit all seiner Kraft und von ganzer Seele, welches Gemüt einem auch immer begleitet.