Präambel: Erkenntnis gibt es nur da, wo Einsicht von Nöten ist. "Selig ist, wer an mir keinen Anstoß nimmt." Mt 11,6 Man kann sich natürlich Gedanken über die Ewigkeit machen oder über das Lebensende, so wie über das persönliche Gericht Gottes und den Jüngsten Tag. Für wen hat das persönliche Gericht eine Geltung? Wenn man darüber nachdenkt, kommt man zu dem Schluss, dass eigentlich nur getaufte Seelen davon betroffen sind, nicht aber jene die gemäß dem Dogma "Extra ecclesiam nulla salus" außerhalb der Kirche stehen und dort gibt es womöglich eine Beichte. Wir sehen dabei auf 33.000 verschiedene christlich meinende Konfessionen. Das Dogma sagt aber klar: "[Die heilige römische Kirche, durch das Wort unseres Herrn und Erlösers gegründet,] glaubt fest, bekennt und verkündet, daß‚ niemand außerhalb der katholischen Kirche — weder Heide noch Jude noch Ungläubiger oder ein von der Einheit Getrennter — des ewigen Lebens teilhaftig wird, vielmehr dem ewigen Feuer verfällt, das dem Teufel und seinen Engeln bereitet ist, wenn er sich nicht vor dem Tod ihr [d. i. der Kirche] anschließt. So viel bedeutet die Einheit des Leibes der Kirche, daß die kirchlichen Sakramente nur denen zum Heil gereichen, die in ihr bleiben, und daß nur ihnen Fasten, Almosen, andere fromme Werke und der Kriegsdienst des Christenlebens den ewigen Lohn erwirbt. Mag einer noch so viele Almosen geben, ja selbst sein Blut für den Namen Christi vergießen, so kann er doch nicht gerettet werden, wenn er nicht im Schoß und in der Einheit der katholischen Kirche bleibt" - Das heißt, dass ein persönliches Gericht für Menschen, die außerhalb der Kirche stehen, nicht von Nöten ist. Nun kann man einige Argumente gegenhalten, wie die Todsünde oder eben den Limbus der ungetauften Kinder, die quasi unschuldig entschliefen, wobei der Tod doch nur wegen der Sünde einkehrt. Angesichts des Dogmas ist dieser Hinblick allerdings schwer und dann hat man auch noch den Blick auf das besondere Gericht, also den jüngsten Tag, wo auch das Fegfeuer enden soll. Gott ist aber gerecht und wenn er kurz vor dem Ende des Fegfeuers, vor dem jüngsten Tag jemand richtet und diese Seele in das Fegfeuer kommt, wie könnte sich diese läutern? Oder wie kann sich die Seele läutern, die vor ihrem Entschlafen den Namen Jesu anruft und sofort in den Himmel gelangt, gleich ob sie einer Läuterung bedürfte oder nicht. Nichts Unreines kann Gott schauen, sagt man und das sind bereits einige der Ausnahmen, die es in der Betrachtung zu bedenken gäbe. Jener jüngste Tag aber, wo eben das Ende aller Schöpfung ansteht, schließt eben auch das Fegfeuer mit ein. Die Hölle hingegen ist nicht Teil der Schöpfung, sondern wurde vom Satan gemacht. Natürlich steht auch in dieser Betrachtung die Lehre vom Limbus, als das Reich der Toten, in das Jesus hinabstieg und auch im Glaubensbekenntnis der Kirche wird zum Einen auf den Limbus hingewiesen und zum Anderen auf die Wiederkunft Christi zu jenem jüngsten Tag. Der Glaube befindet sich mitten drin.
Jegliche weitere Logik besteht aus Artefakten. Gute kommen in den Himmel, weniger Gute nicht, aber da gibt es die Binde- und Lösegewalt. Was du auf Erden bindest, ist auch im Himmel gebunden; ergo das Dogma per se und dann wird diskutiert über 144000, die gerettet werden, lt. Johannes-Offenbahrung und sind bedeutend weniger als dieses Dogma hergibt.
Wie der Golem in die Welt kam oder wie der Individualismus in die Welt kam. Herzuleiten ist dieser von Seiten der Philosophie, der griechischen Antike und aber auch mit der französischen Aufklärung. Insgesamt scheint es so, dass Impulse auch mit der ionischen Aufklärung mitkamen. So kann man mit Friedrich Albert Langes Buch über die Geschichte des Materialismus in dessen Einleitung einstimmen und bestätigen, dass wie er schreibt: Die Geschichte des Materialismus ist so alt als die Philosophie aber nicht älter. Es scheint fast so, als ob der Individualismus zeitgleich mit der jeweiligen Aufklärung mitkam. Der Baum der Erkenntnis lässt grüßen und somit die Aussage: Vom Baum der Erkenntnis ist gegessen worden, alles ist bekannt.