Man kann allerdings die andere Seite auch betrachten. Die erste Marienerscheinung, Saragossa - auch in Spanien stellte in einer Bilokation die Mutter Gottes zu ihren Lebzeiten auf Erden schon, auf einer Säule dar, als sie dem Apostel Jakobus erschien. Dies war die erste Bilokation in der Kirchengeschichte und die Säulenheiligen kamen erst viel später. Vielleicht deutet eben dieser Baum die Hoheit an, oder den Kontrast, der ohne dem Baum nicht sichtbar wäre, aber ein Baum und eine Säule. Freilich kann man Säulenhallen relativieren, als keltischen Ritus, aber die Frage ist glaube ich vielmehr: wem nützt es? Das ist wie Harry Potter mit dem Zauberstab. Dann ist das halt ein Baum. Nicht so allerdings in Lourdes, dort erschien Maria an einer Müllhalde.
Das Eigenartige ist, das passiert erst in den letzten 200 Jahren. Davor hat man nichts Vergleichbares, allerdings wohl ... "Statistische Übersicht der Marienerscheinungen und Botschaften". Die Anzahl steigt gerade in den letzten beiden Jahrhunderten. Was ist in der ganzen Menschheitsgeschichte so besonderes an dem 20 Jhdt? Da gibt es 2000 Jahre nach Christus, aber erst im 20 Jhdt. wachen alle auf oder tun so als ob.
Es betrifft immer nur den Einzelnen. Das ist die Quintessenz dieses Lebens und des Glaubens. Es ist immer nur der Einzelne, der wie Israel mit dem Engel ringt, der Rest des Menschengeschlechts schläft; aber der Teufel schläft nicht. Sicher, man hat in den letzten beiden Jahrhunderten den Großteil aller relevanten Erfindungen, aber eben dabei spielt diese kreative Anomalie eine Rolle, wie ich finde. Man fiel vom Glauben ab, viele wurden verdammt, doch wohl nicht mehr als die Jahrhunderte davor, 2. Hauptsatz der Thermodynamik und plötzlich soll mit den letzten beiden Jahrhunderten die Hölle einen Zuwachs erfahren? Ein Zuwachs, welcher sogar das Weltenklima in Aufruhr versetzt, so denn die Hölle unter der Erde sei. Doch wie man es auch betrachtet, man hat eigentlich nur einen Nihilismus, einen Geist, welcher stets verneint, weil mit Recht, jegliche kreative Anomalie beunruhigt. So hat der Mensch träumen wollen, wie Baudelaire schreibt. Ebenso wie die Anzahl an Marienerscheinungen über die Jahrhunderte unfassbar ist, ebenso verliert sich der Termini auf Schuld oder Unschuld. Am Sockel der Geschichte befindet sich die Menschwerdung Gottes. Dass es Gott selber war, der sich nicht für oder gegen den Menschen entschied, sondern mit ihm und sagte: Glaube nur!
Heilungen an Orten, selten in Kirchen, mit Ausnahme sogenannter Hostienwunder. Sakrale Orte sind sakralen Wundern vorbehalten!