Wie der Herr, so das Gscheer. - Es ist also die Frage der Theodizee, welche den Menschen befremdet; wo er wähnt, Gott zu erkennen, doch vermeintlich vielmehr in der Frage, wer denn wie Gott sei, dass er den Menschen vereinzelt, in seinem erkennen. Jeder muß sodann einsehen, dass er Schicksal ist, wenn er sich von der Vorsehung entfremdet.

Was ist die Vergangenheit wert? Sie ist nichts wert; sie ist als wäre sie nie gewesen und hat man die Liebe gefunden wie schnell ging sie verloren? Zusammenhalt, wie ihn die Kirche durch ihre Sakramente bietet, ist wie Vater und Mutter, wie Gott allein.

"Lass dich von nichts stören, lass dich von nichts erschrecken. Alle Dinge vergehen; Gott ändert sich nie. Geduld erlangt alles. Wer Gott hat, dem fehlt es an nichts. Gott allein ist genug." Hl. Teresa von Ávila

Limbus-Tanz "Der Limbo ist ein Tanz, der seinen Ursprung auf den Westindischen Inseln hat. Er wurde traditionell eine Woche nach einem Begräbnis getanzt, um die Seele des Toten aus dem Zustand der Schwebe zu befreien." Es gab im Mittelalter die Beschwichtigung eines Totentanzes, den der Tod mit allen Rängen der Erde tanze, ob Kaiser, Papst oder Bettelmann; doch hier hat man das Problem, dass man diesen Limbus-Tanz nirgends festmachen kann. Klar ist, per Definition, dass der Limbus ein Ort ist, gleich wie ein Zustand und dieser sei eine Gottferne. Ist es allerdings eine Gottferne, so hat der Ort oder der Zustand keinerlei Licht oder Erkenntnis, sondern ist im Gegensatz zum weltlichen Dasein, schlichtweg eine Angst oder perpetuierte Furcht. Der Limbus ist von der Hölle daher keineswegs zu unterscheiden. Gottferne, wo man doch immer nur einen Augenblick an Gott denkt. Ist man verliebt, denkt man pausenlos an den Gegenstand jener Liebkosung und doch, sagt der Evangelist: Gott ist die Liebe. Nun, Gegenstand oder gegenständlich? Wo liegt der Unterschied? In Ursache und Wirkung, denn was kein Auge geschaut, hat Gott denen bereitet die ihn lieben (1 Kor 2,9) und der Limbus gehört ergo zum Auge mit dazu. Also ist die Liebe mehr, als das Gesicht einer Schauung. - Eine Woche nach dem Ableben einer Person? Nun, in der Regel sind es drei Tage, die man nach dem Ableben einer Person für sie beten kann, um ein ewiges Schicksal abzuwenden. Der Satan möchte, dass man haarscharf an der Wahrheit vorbei geht und das ist das Haar, an dem man da vorbei tanzt; symbolisch gesehen.

Der Mensch ist dem Menschen gleich, auch wenn es Unterschiede der Geschlechter gibt. Die Seele kann man beiden nicht absprechen, sie sind anders; wenn ein Mann eine Frau betrachtet und sich darob wundert, entspricht dies der Sache des Geistes. In der Seele sind sich alle eins. In der Sünde herrscht Chaos.