"Freut euch im Herrn zu jeder Zeit!" Phil 4,4 Die heiligmachende Gnade ist der Aspekt der Menschenwürde. Dass wir würdig sind, den Herrn zu empfangen. Das klingt vielleicht interessant, weil es so viele Menschen gibt, aber alles in allem wirkt doch nur die heiligmachende Gnade. Betet man daher den Menschen an, das Geschöpf? Nein, sondern nur den der alles wirkt. Diese Art von Demut ist interessant, denn sie opfert dem Herrn auf, was sein ist. Warum hat sich Jesus kreuzigen lassen? Um uns seine heiligmachende Gnade zu spenden. So denkt der Katholik. Würde er es wieder tun? Wozu? Wo ist der Mensch Gott ähnlich? Nun, in der heiligmachenden Gnade. Wie erlangt man diese? Durch stete Beichte dem Verlangen, Gott zu genügen. Das kann in guten Werken sein, oder in den Beichten. Wichtig ist, seiner zu gedenken, der uns schon vorher geliebt hat. Man muss schon sagen, dass da ein Gott ist und dieser Gott ist dreifaltig, weil ein Gott alleine nicht eine so umfassenden Liebe wirken könnte. Das hat er der Kreaturwelt voraus, die er erschuf, dass er keineswegs einfältig verharrt, sondern sich berät. Wir aber, brauchen diese Einfalt, um in seiner Kreaturwelt auf ihn zu harren! Ist es denn zuviel, spontan zu sagen, danke lieber Gott. Er gibt uns Speise, er gibt uns Trank, ernährt uns wie einst der heilige Josef den Heiland nährte; mit einer so innigen, zärtlichen Liebe. Der heilige Josef wusste, dass es der Heiland ist, den er ernährte. Und wer bleibt übrig, als man selber und der liebe Gott. Er wünscht uns daher Frieden; durch die heiligmachende Gnade. "Wer aber sündigt, ist der Feind seines eigenen Lebens." Tob 12,10
Was ist fasten? Demut anstelle von Hochmut oder Stolz. Mehr Menschlichkeit, in einer Welt der steten Überheblichkeit. Das was fasten lehrt, ist zu Beginn das Aschenkreuz: Mensch, bedenke, dass du Staub bist. Da ist nicht die Rede von Bußübungen wie Fleischlosigkeit oder dem Rückhalt an Tugenden. Da geht es eigentlich nur, um Demut; nicht einmal um Sanftmut, was wiederum eine resultierende Tugend wäre. Also kann man sagen, dass Demut der Anfang aller Tugend ist, um sich als Mensch dann in den Spiegel zu schauen. Mal schön, mal weniger. "ein Mensch, der sein eigenes Gesicht im Spiegel betrachtet: Er betrachtet sich, geht weg und schon hat er vergessen, wie er aussah." Jak 1,23-24