Wie dem auch sei, es ist das Problem der letzten Sonntagspredigt. Dasselbe Dilemma, dass man über das Wissen um des Wissens Willen, keine Einsicht zuwege bringt. Es gibt halt keinen Baum des Gewussten. Das Wissen ist a priori gesetzt, damit der Baum wachse. Das Problem ist, der Fiat des Baumes.

Headline: Wer Teilhabe in Kirche möchte, will nicht Glauben diktieren - Man kann sich der Verantwortung eines Saums auch nicht entziehen. Dieser Fuzzy-Ansatz aus den 70ern ist mir zu metaphysisch. Das ist so wie Aristoteles vom Gotteskünder zum Kind Gottes zu machen. So als ob die Weisheit über dem Glauben ein Manifest bilde. Wenn diese Weisheit in allen Konfessionen, in allen Philosophien, ja sogar in der Untat vorhanden sei. Glaube als Optimismus, wo man eigentlich dann doch von Hoffnung redet und insofern von Vernunft. Das ist dann dieser Logos, diese Weltvernunft, die zwar Weisheit aufzeigt, doch als Lehre der Welt. Es ist säkular.

Die hl. Theresia von Lisieux gilt im Grunde als Märtyrerin, da sie ihr Leben für die Priester hingab.

Auch Maria, die Muttergottes erlebte ein Martyrium. Das ist ein geistiges Martyrium, die sieben Schmerzen.

Was ist der Unterschied zwischen einer Naturreligion und einer Kulturreligion? Das Manifest der 93 hatte einen kulturreligiösen Aspekt.

Der Clash ist freilich, dass man beide Aspekte, die der Natur und der Kultur miteinander mengt. Da ist das Naturrecht und dort ist das Kulturrecht. Der Unterschied ist eigentlich nur die Naturehe, welche dann in abartiger Kultur mündet. Also, es sind auf alle Fälle zwei Aspekte, wobei die Kulturreligion als Hochreligion sich zu behaupten sucht, wenngleich das eine Übel das andere Übel nicht aufwiegt.

Headline: Sind alle Religionen gleich? - Alle Religionen sind Naturreligionen, auch die Hochreligionen, sprich Kulturreligionen. Sie sind dem Naturrecht gemäß religio, gebunden und somit frei eines Erlösers. Die Naturehe gehört im Grunde zur Naturphilosophie und freilich ist jede Philosophie eine Naturphilosophie, gem Friedrich Albert Lange.

Der Nutzen, dass man sich auf die Sünde anderer konzentriert, ist relativ gering. Ein Sünder liebt die Sünde. Das erkannte die hl. Therese von Lisieux und diese Doktrin gilt als heilsam. Wie kann man die Welt besser machen? Von ihr absehen, um überhaupt zu sehen. Man muß auf Christus schauen, den Bräutigam der Seele.