"Es ist leicht zu bemerken, dass bei Voraussetzung der Möglichkeit einer solchen Wissenschaftslehre überhaupt, so wie insbesondere der Möglichkeit ihres Grundsatzes, immer vorausgesetzt werde, dass im menschlichen Wissen wirklich ein System sey. Soll ein solches System darin seyn, so lässt sich auch, unabhängig von unserer Beschreibung der Wissenschaftslehre, erweisen, dass es einen solchen absolut-ersten Grundsatz geben müsse.Soll es kein solches System geben, so lassen sich nur zwei Fälle denken. Entweder, es giebt überhaupt nichts unmittelbar Gewisses; unser Wissen bildet mehrere oder Eine unendliche Reihe, in der jeder Satz durch einen höheren, und dieser wieder durch einen höheren u.s.f. begründet wird. Wir bauen unsere Wohnhäuser auf den Erdboden, dieser ruht auf einem Elephanten, dieser auf einer Schildkröte, diese — wer weiss es auf was, und so ins unendliche fort. — Wenn es mit unserem Wissen einmal so beschaffen ist, so können wir es freilich nicht ändern, aber wir haben dann auch kein festes Wissen: wir sind vielleicht bis auf ein gewisses Glied in der Reihe zurückgegangen, und bis auf dieses haben wir alles fest gefunden; aber wer kann uns dafür einstehen, dass wir nicht, wenn wir etwa noch tiefer gehen sollten, den Ungrund desselben finden, und es werden aufgeben müssen? Unsere Gewissheit ist erbeten, und wir können ihrer nie auf den folgenden Tag sicher seyn.Oder — der zweite Fall — unser Wissen besteht aus endlichen Reihen, aber aus mehreren, jede Reihe schliesst sich in einem Grundsatze, der durch keinen anderen, sondern bloss durch sich selbst begründet wird; aber es giebt solcher Grundsätze mehrere, welche, da sie sich alle durch sich selbst, und schlechthin unabhängig von allen übrigen begründen, keinen Zusammenhang unter sich haben, sondern völlig isolirt sind."Johann Gottlieb FichteUeber den Begriff der Wissenschaftslehre (1794)
"Die Erde trägt ein Elefant, und der Elefant steht auf einer Schildkröte, ohne uns weiter zu sagen, worauf die Schildkröte liege; und wir müssen uns entweder ebenfalls mit einer solchen unbefriedigenden Antwort befriedigen, oder wir müssen weiterfragen, und auf diesem Wege ist das Fragen und das Antworten und also die Erde selbst bodenlos; oder wir müssen dahin kommen, einzusehen, dass die Erde weder eines Elefanten noch einer Schildkröte bedürfe, um nicht zu fallen [...]." Niethammer an Herbert (1794)und dann ist die Idee der Limbus, wo die Welt eben der Fall ist. Gesetzt den Fall, wäre das. Gesetzt den Fall der Hypothese. Der Limbus ist insofern gefährlicher, weil er Unterschied ist. Jesus hat diesen Unterschied entmystifiziert, durch seine drei Tage in diesem Reich des Todes, diesem Reich des Falles. Grund ist dieser und dieser aber eigentlich ist es ein Fallen, ohne einem Grund. Denken wir etwas grundlos, so nennen wir es Sünde, weil nur Gott eigentlich der Grund sein kann, der Limbus aber eben ein Ort der Gottferne ist, ein Ort ohne Grund. Wenn etwas einen Grund hat, so hat es eine Moral, so wie das Werkzeug als der Verstand, dem Grund Herr zu werden. So wie Jesus dem Limbus Herr wurde. Allein dieser Umstand würde das Kommen des Erlösers rechtfertigen, vor den Augen des Herrn.
Rosa steht für Gaudete, am 3. Advent. Steht für - Freude, ebenso das Gewand des Priesters während der Zeremonie.
Der Papst sagt: Wir sollen Zeugen der Hoffnung sein - Hoffnung kann das Ego sein, das Imago, Selbstbild aber wohl eher das Gegenüber, welches wir im Glauben wiederfinden. Das ist nicht das Gegenüber, welchem wir in der Kirche den Frieden wünschen, es ist der Wille zur Liebe. Menschen wollen lieben und wollen geliebt werden. In dieser Crux gibt es Hoffnung.