So wie Jesus den einen Schächer in der letzten Passion seines Lebens erlöst hat, ebenso kann Gott das Leben eines Jeden im letzten Augenblick wandeln. Der Arbeiter im Weinberg der zuletzt kommt, erhält den selben Lohn wie die Arbeiter, die immer schon für Gott waren.
Einst stellte jemand in einem Philosophie-Forum die Frage: Wie kommt das Neue in die Welt? Durch Trägheit oder die Acedia vermutlich nicht und diese ist heimtückisch, wie bei den Pharisäern.
Der Kampf um die Liebe. Liebe zu den Dingen und die Frage, weshalb die schöne Liebe nicht gefunden wird. So als hätte sie der Erdboden verschluckt. So, als wäre Großvater und Großmutter mit der Liebe heimgegangen und hätten sie nicht vererbt.
Was wäre dieses Erbe gewesen? Das wahre Menschsein? Gefühle ganz auszukosten oder als Ersatz alles in der Welt zu greifen, was kein Gefühl hat.
Dieses stets an Übermut grenzende Wissen. Das Kind, das doch an Jesus sich übt. Die Augen, die Seele, heimzufinden in das himmlische Gedächtnis. Pater Pio sagte: Seele, das sein Verstand, Gedächtnis und Wille. Nun, der Wille ist Zeitvertreib, aber das Gedächtnis holt einem wieder ein, da wir Sünder sind. Der Wille aber, dieses Kleinod der Hoffenden. Nichts ist davon stark und von Dauer, weil die Liebe nicht groß ist. Sie ist ein Kind der Hoffnung.
Erst als die Erkenntnis sich einstellte, hob die Begierde von Dannen. So sagt es der Philosoph. Man kommt über diese Hürden nicht so einfach hinweg. Man ist Mensch und findet doch keine Antworten. Dann hat man am jüngsten Tag das selbe Problem. Ist da ein Gott oder nur die Idee, die wir verdrängen, weil Gott, ist ein Schiff ohne Hafen.
"Sie tragen dich auf ihren Händen" Ps 91,12
Mit dem Alter wird man unbeweglich. Es macht einfach keinen Sinn, nervös herum zu springen.