Limbus als Methode oder Irrtum. Wieso schafft Gott Grenzen, welche Himmel, Erde und Hölle abgrenzt und dieses Jenseitige, als das Reich des Todes, wie es im Glaubensbekenntnis erwähnt wird? Dieser Limbus als jenseits von Licht, von Gotteserfahrung, von Geborgenheit, losgelöst sein von jeglicher Natur. Die Eremiten lebten zu allen Zeiten in der Abtötung ihrer Begierden, als Entbehrung des Fleisches und neulich sah ich eine Frau, die war nur Haut und Knochen, kaum ein Fleisch am Leib, eigentlich kaum noch Natur. Es ist weniger ein Studium was denn der Limbus sei, als eine systematische Abgrenzung der Sinnenwelt, welche die Erfahrung von Licht in einer Schwerkraft säumt, als eben dieser Limbus, denn welchen Sinn hat das Kreuz Christi? Diese Crux. Gott wurde ans Kreuz geschlagen. Angenommen, es würde nichts existieren als dieser Limbus, dann wurde Gott gerade diesem Momentum a priori gestellt und das sieht man auch auf diesen künstlerischen Annäherungen, wo Gott eben frei von Zeit und Raum am Kreuze erscheint. Nun gibt es mit dem Glaubensbekenntnis, also dem Großen, das Anerkennen der sichtbaren und auch der unsichtbaren Welt. Beides beschreibt sich als Welt, kein Limbus. Das ist von der Metaebene her interessant. So betrachtet Paracelsus die gesamte Tierwelt als aus dem Limbus. Die Natur, die es liebt sich zu verbergen oder die Natur, die unfähig ist sich zu ändern. Die Angst der Natur, der Viehwelt, die sich doch dann dem Menschen annähert, der vom zeitlichen Aspekt nach Christus dem Gotte viel näher ist und die Natur haftet uns inne, denn selbst Christus weinte blutige Tränen. Der eigentliche Feind der in der Kreuzigung Christi hier aufscheint, ist das Reich des Todes, also der Limbus und Jesus, welcher der Glaube selbst ist, überwand diesen Unort, diesen Fall, der eben nicht die Welt ist.
Gott sprach: fiat lux.
Wenn also Gott, der Herr Jesus Christus in diesem Limbus oder Reich des Todes erschien und er hätte einen Teil dieser Sinnenwelt perpetuiert, so wäre es wohl wie ein Urknall gewesen, indem er gesagt hätte: es werde Licht! Aber kann denn aus der Kreaturwelt ein Wesen noch etwas sagen, das im Reich des Todes ist? Abgesehen von der Richtung, welche im Limbus vorherrscht. Hier wäre es der Glaube, welcher ein Bewußtsein in diesem Bewußtsein des Limbus stark werden lässt. Es wäre in jedem Fall ein Fiat, ein Werden und daher eine Entropie. Wie verhält sich das dann, gemäß dem 2. Hauptsatz der Thermodynamik? Wie - es werde Licht. Licht, also die Insekten Tiere kommen zum Licht, wie aus dem Limbus zur Welt wie Paracelsus das anmerkte. Paracelsus schreibt ja: - Der göttliche Anteil des Menschen ist "aus dem Wort fiat", der tierische aus dem limbus. - Kann man den Limbus daher vernachlässigen und sich dem Fiat alleine zuwenden? Menschlich wäre das der Eremit, welcher die Sinnenwelt hinter sich lässt, weil alles ist aus dem Wort geworden und ohne dem Wort wurde nichts, was geworden ist. Allenfalls hilft diese Betrachtung oder Kontemplation zu unterscheiden. Da, zum Einen der Limbus, welcher der Fall ist und dort zum Anderen das Werden, also der Fiat, welchen der Limbus ja a priori nicht kennt, weil es ja ein Unwerden ist, ein Fall und Finsternis, weil ja nichts geworden ist.