Es ist eben ein Grund dafür, dass die Seins-Ideologie falsch ist, so wie Nietzsche die geistige Ursächlichkeit verneint hat. Ich weiß nicht, ich würde das Sein nicht auf eine Ursache zurückführen, obwohl es eine hat. Das wäre wie Nietzsche selbst wähnte, zu unanständig, überall dahinterblicken zu wollen. Man würde durch den Rohbau den Dingen ein Gerüst spenden. Wozu dieses Rüstzeug? Natürlich hat Hegel recht, aber auch Kant hat Recht. Es ist sowohl als auch, Ding an sich, wie auch an und für sich. Es ist bedingt dadurch, dass es Ding ist, aber Seiend? Wohl kaum. Jeder Entität ein Sein anzudichten, wie Schopenhauer überall einen Willen zu sehen. Es ist, wie in einem Eck nach einem Mauseloch zu suchen, also mehr oder minder ein psychologischer Aspekt, oberflächlich und im Grunde weltverneinend.
Wie nach Ockhams Razor geht es dabei um Eitelkeit, weil man doch dann nicht mit mehr Ausdruck im Stande ist. Eben ein psychologisches Thema. Es kann nicht jeder ein Genie sein, ein romantisches Wesen oder besser, ein Philosoph. So gibt es eben, die philosophischen Arbeiter, so wie in einem Bienenstock alle zur Königin, also der Philosophie aufbegehren. Philosoph muss man früh werden; der frühe Vogel fängt den Wurm.
"Sein ist wahrgenommen werden." George Berkeley. Dies bestimmt die Gegenwart, der sich das Meisterargument von Diodoros Kronos mit Phantasie aufwartet. Im Umkehrschluss ist insofern jenes, das niemals geschah, geschehen wird, möglich und alles Andere ergo unmöglich. Klingt wohl nach einer Phänomenologie des Geistes, aber Dinge die sind, darüber lässt sich nichts aussagen. Es lässt sich dann nur eine Tautologie abbilden, von Seienden Dingen. Also diese Bedingung untereinander setzt Seiendes in der Tautologie a priori voraus. Der Determinismus eines Seienden, Es muss etwas sein, es kann etwas sein. Das Ding an sich, die Bedingung a priori gesetzt, also wenn/dann; als eine seltsame Schleife um das Sein, wie den Schuh, den man sich bindet. Sprechen wir daher von Seienden, dann von Entitäten. Für die antiken Griechen galt "entitas" als Lebensweisheit, was bedeutet "ich bin die Seiensheit". Ein - plus ultra - wenn man so will. Aggregate und Kausalitäten, Zuweisungen, der moderne Individualismus eines prädikativen Subjekts.
Satan wird als ehemaliger Lichtbringer bezeichnet. So war es jener, der am Anfang Licht brachte, als Gott seinen oder zu seinem Fiat sprach. So ist er Gegenstand des Limbus.
Die Frage ist, was hierbei Erkenntnis nütze, als dass sie einen Saum bilde. Der Baum der Erkenntnis und der Baum des Lebens haben denselben Nährboden.
Interessant ist natürlich auch die Wortbildung bei "Paradies". Das vorangestellte Wortbildungselement "para" ist griechisch und bedeutet soviel wie "neben, bei". Die Bibel kennt hierbei mehrere Bezeichnungen, hinsichtlich der griechischen Übersetzung. Himmel, Himmelreich, Reich Gottes und Paradies.
"Wie wollt ihr dem Strafgericht der Hölle entrinnen?" Mt 23,33