„Der Papst will seine Vormachtsstellung herunterstufen“ - So als Demutsstellung, weil er da einige exkommuniziert hat, weil sie ihn nicht anerkannt haben, meint er. Wenn die Kirche einmal nicht recht, dann hat sie automatisch recht. So nach dem Motto. Jetzt kritisieren ihn welche anonym. Ich sehe halt das Problem, dass man knien muß auch und in Kirchen Kniebänke fehlen. An wen darf ich mich da wenden? An den Papst? Die Gemeinde? Oder anders, ich kann mit dem San Damiano Kreuz nichts anfangen. Wozu hängt man das überall aus, oder den barmherzigen Jesus von Sr. Faustina. Hat das irgendeinen Marketingwert? Benefit?
Ich erinnere mich an eine alte Frau, die den harten Steinboden der Kirche auf ihren Knien durchgerutscht ist. Die hat ihre beiden kleinen Münzen mit ihren beiden Kniescheiben abbezahlt, kann man sagen. Die hat vielleicht gar kein Geld gehabt, aber sie konnte knien.
Also, der gute Wille, den lassen wir uns nicht vereiteln. Manche nennen es vielleicht Hoffnung, ist es aber nicht.
Warum soll uns Gott als kleingläubig bezeichnen? Warum soll ein Volk sagen, wo ist denn ihr Gott? Oder warum soll man sagen, wo ist denn ihr Papst? Wenn er sich bekehrt hat, kommt er eh wieder. So ist das aber auch mit allen Katholiken, nicht nur mit dem Papst. Wir müssen auch beichten, wenn wir uns vor Gott versteckt haben. Ein Licht leuchtet allen im Haus.
Nicht weil wir so fromm sind, ruft uns Gott. Er ruft uns, weil wir ihn brauchen. Das war wohl der Grund, weshalb er anders war und erkannt wurde, als ein anderer. Sollen wir auf einen anderen warten, fragte der hl. Johannes der Täufer den Lebensgott.
Es geht auch nicht darum Bildsäulen zu umarmen. Es ist auch kein Mitleid, sondern die Last bekommt man sowieso. Ob man will oder nicht. Also, keine Komödie, die schlimmer als Dantes Inferno, weil die Leidenschaft zu kurz kommt.