Die Gottferne und was ist nicht gottfern? Erstmal haben wir eben die von Paracelsus erwähnten Tiere, Pflanzen, die keinen Hauch Gottes haben. Per se nicht haben. Die Engel wiederum sind erwiesenermaßen Gott nahe, da im Himmel bei Gott. Der Mensch wiederum unterscheidet sich hierbei wohl kaum von der Gottnähe, gleich wie er ist, solange man lebt, hat man die Gnade verdient, oder vielmehr die Taufgnade verdient. Diese kann man natürlich verlieren, weshalb die Kirche hierzu das Sakrament der Buße zur Verfügung stellt. Ziel sei also die Nähe zu Gott und hierei einhergehend der Empfang des Allerheiligsten Altarsakramentes. Nun bezeichnet diese Gottferne wiederum den Limbus, als ein Gottferner Ort. Man könnte fast sagen, jenseits von Gut und Böse, jenseits von Gott und Himmel. Diese Restmenge beschreibt jedoch die Hölle. Demnach ist die Gottferne, ein Ort ohne dem Licht, das jeden Menschen erleuchtet, also auch kein Ort, der Läuterung bietet. Die Frage ist: Sieht Gott die Gottferne? Ebenso könnte man fragen, ob Gott die Hölle sieht. Gott ist gut. Weshalb sollte demnach das Gute die Hölle sehen, wenn es nicht eine Grenze ist, an der Gott ist. Nun, an den drei Tagen an denen Christus im Reich des Todes, was übersetzt eben der Limbus ist, war, wie im Glaubensbekenntnis hervorgeht, dann war er an einem Ort der Gottferne. Es war dem Glaubensbekenntnis nach nicht die Hölle, sondern es war der Limbus. Jetzt kann der Papst oder der Klerus insgesamt nicht hergehen und diesen Limbus leugnen, ohne auf dieses Detail der drei Tage nach der Kreuzigung einzugehen, ohne dass es hierbei Not täte, das Glaubensbekenntnis an dieser Stelle zu ändern. Das wird sie nicht machen, also lehrt sie auch von der Existenz des Limbus, als einem Ort der Gottferne und das führt zu einer Theodizee; das ist das Problem - ist aber eine Imagery Debatte.

"Limbus war nie definierte Glaubenswahrheit" ist eine Lüge per se in diesem Zusammenhang. Das ist das Problem. Gottferne ist das Problem. Wir haben dann die Vorstellung und das ist in Bezug auf den Limbus ein Ding der Unmöglichkeit, solange wir auf Erden leben. Jesus weinte die blutigen Tränen nicht wegen der Kreuzigung, sondern wegen der drei Tage im Reich des Todes. Gleich, was er dort gemacht hat. Ob er die Gerechten in den Himmel führte oder den Limbus der ungetauften Kinder leer machte, es ist eine undefinierte Glaubenswahrheit, das stimmt. Nur den Limbus selbst, in dem Jesus war, wird man in Betrachtung des Glaubensbekenntnisses nicht leugnen können. " Ich bin voll Angst und Schrecken." Hebr 12,21 - Mose, der im Limbus gewesen sein soll, als ein Gerechter. Nun bezieht sich diese Erkenntnis allerdings auf alle, die Jesus nicht kennen oder leugnen und dieser Zustand des Ortes Limbus wäre über die Maßen ohne einer Grenze des Fallens, weil eben dieser Fall die unendliche Entfernung von Gott kennzeichnet und diese Raumzeit ist dabei ebenso ewig anmutend. Wenn der Limbus also nun per Definition ein Ort ohne dämonische Qualen sei aber eben ohne Gott. Von diesem Gesichtspunkt aus, scheint es irgendeine gnostische Vorstellung zu sein, welche da diese Imagery Debatte vorgibt und das ist aber dann schwer, wenn eben im Glaubensbekenntnis darauf Bezug genommen wird. Klar ist, Jesus war in diesen drei Tagen nach der Kreuzigung noch nicht bei Gott. Er war auch nicht in der Hölle, sonst wäre sie durch sein Erscheinen wüst geworden. Die Hölle hätte keinen Bestand mehr, alleine durch seine Erscheinung und selbst wenn er mit den Sünden der ganzen Menschheit vor dem Richterstuhl Gottes gelangt wäre, der göttlichen Gerechtigkeit wegen verdammt war und dann wiederkam. Man merkt, hier lässt sich keine eindeutige Aussage treffen, wo Jesus war und was es war. Klar ist, wir haben ein Glaubensbekenntnis und das sagt eben: er war im Reich des Todes, was also der Limbus ist.