Papst: Niedergeschlagenheit ist ein Dämon - Ich weiß es nicht. Sogar Hermann Hesse schrieb in seiner Lektüre für Minuten, Teil 1: "Gott schickt uns die Depression, nicht um uns zu töten, sondern um neues Leben in uns zu wecken." Bei ihm war das wohl sehr ausufernd, wie ein Mann am Brunnen. Depression an und für sich, ist nicht von Gott, aber man entzieht sich von Zeit zu Zeit dem Trost. Das taten wohl auch die Heiligen oder Mystiker, indem sie eine Zeit der Gottferne durchlitten. Man muss auch unterscheiden, was eine Depression ist und was einfach eine traurige Stimmung ist. Es gibt auch die heilige Traurigkeit. Wenn Gott das Herz trifft, so wie bei der hl. Teresa von Avila. Man kann dann nur hoffen, dass niemand in der Nähe ist, weil Gott einem dann persönlich begegnet. Er trifft das Herz, er trifft uns. Wenn jemand zB. neu zum Glauben kommt, weil Gott ihn auf diese Weise berührte, ihm begegnete, dann hat man auch Zeichen und Wunder, die ins Herz sprechen. Vielleicht stumpfen wir mit der Zeit etwas ab, werden einsichtiger oder vertrauter. Eine Depression, Selbstvorwürfe, die verlangen eine Beichte. Nur Gott kann uns davon lösen, durch die Worte des Priesters. Dann atmen wir auf und sind frei. Wir fühlen uns frei. Das ist keinerlei Selbstssuggestion, denn man kann sich nicht selber erlösen. Oft hängt das Herz an Dingen, die uns beschäftigen, die uns Vorwürfe machen, aber dann hilft auch beten. Oft, wenn einem Gott in der Gewissheit ohnehin nahe ist, dann hört er rasch auf jedes Gebet. Was noch zu erwähnen ist, das Wort Jesu "Wer einen von diesen Kleinen, die an mich glauben, zum Bösen verführt, für den wäre es besser, wenn er mit einem Mühlstein um den Hals im tiefen Meer versenkt würde." Mt 18,6 Da muss man dann schon trennen, was ist verursachte Depression, also wer trägt die Schwere bei? Selbst dabei ist das Wort Jesu am Kreuz "Vater, vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun." Lk 23,34 besonders mittragend. Es ist auch ein Mitleid, mit denen die verursachen. Was darin steht, ist die Kritik der "reinen" Vernunft. Dieses in sich selbst Gerechtfertigte, als die Lauheit.
Der Papst und die Traurigkeit - Gott ist unendlich gerecht, darauf ruht unsere Hoffnung und wir müssen uns in der Demut darin üben, dass wir seinen Langmut beobachten und von ihm lernen. "Und wer nicht sein Kreuz auf sich nimmt und mir nachfolgt, ist meiner nicht würdig." Mt 10,38 Geduld. Da kann man traurig sein: "Meine Kinder, ich bin nur noch kurze Zeit bei euch." Joh 13,33
Trappisten-Mönche: "Geboren werden, ist sterben, aber sterben ist geboren werden." Erinnert an: "Wer stirbt, der wird zum ewigen Leben geboren" Sonnengesang, hl. Franz von Assisi. Diese Trappisten stehen um 2h morgens auf. Seltsam, denn die Johannesoffenbarung schreibt hierzu: "In jenen Tagen werden die Menschen den Tod suchen, aber nicht finden; sie werden sterben wollen, aber der Tod wird vor ihnen fliehen." Offb 9,6
Bischof: Nicht nur Priester und Diakone dürfen verkünden - Karmeliten, Laien dürfen das ohnehin tun. Nur eine Frage der Auslegung und des Kreises, den wir spannen wollen.