Ein Priester, Liebling des Herrn, sagte neulich etwas sehr gutes. Er meinte, auch der hl. Pater Pio hatte in seinem Leben viele Anfechtungen und Zeiten, in denen ihm der Glaube an Gott schwer fiel. Er rang darum im Gebet, dass Gott ihm sein Herz aufbrechen möchte, dass er ihm Einlaß schenke in seine Liebe zu Gott, in seinen Glauben. Es war keine Gottferne im weiteren Sinn, aber die Türe seines eigenen Herzens blieb der lieblichen Stimme des Herrn verschlossen, er fand keinen Zugang zum Glauben und Gott erhörte ihn. So haben die Heiligen aller Zeiten seit Christus solche Erfahrungen gemacht, mit denen sie nicht gerechnet hatten. Wieso also tut Gott so etwas? Es ist freier gesprochen, die eigene Sündenlast, die das Herz unberührt lässt und so kam der hl. Pio auch zu der Einsicht, er wäre ein großer Sünder und Gott ist so sanftmütig, aber das eigene Herz bleibt taub, verbohrt oder unerreichbar für einen selber.
Es geht darum, ob man Gott liebt oder nicht liebt. - Wann erweist sich Gott dem Menschen als "liebenswürdig"? Wann neigt er sich ihm zu und dabei kommt mir die Frau am Brunnen in den Sinn. Ein Thema, das eben dem Menschen des Karmel sehr nahe liegt; Stichwort Elias-Brunnen.
In der Form eigentlich ein Gedenken an Mose; Wasser aus dem Stein; aus dem Fels. Also, wieviele Menschen konnte der Heilige berühren? Nicht durch Worte, sondern durch seine Präsenz, allerdings spricht man dabei eher von der Realpräsenz. Dem Stand der Gnade, diese zu empfangen, wie die Kirche lehrt. Und überall sind diese Regeln, dieses Uhrwerk, dieses "deus ex machina" Sinnbild. So die Frage an Jesus ob nur wenige gerettet werden? So als kleines Rädchen.
Von der Wichtigkeit, den Glauben zu teilen - Im Grunde genommen, schwer. Entweder man glaubt an Jesus oder man tut es nicht. Vieles entspricht der Gunst, ob Einsichten gewonnen werden, diese verwirklicht werden und selig, wer an Jesus keinen Anstoß nimmt; der lebendige Gott, der den Menschen am Leben nahe sein lässt. So kam er, damit wir ein Leben in Fülle haben. Wenn nun ein Mensch oft in die Kirche geht, um Gott nahe sein zu wollen, entspricht das dem Glauben, so feiern wir jeden Sonntag diese Auferstehung des Herrn, als ein Glaube und das Talent zum Glauben.