Erster zu werden, bedeutet eine Phänomenologie, die wiederum auf die Einzigartigkeit abzielt. Wir sind keine Fotokopien von einander und jeder ist in seinem Gutdünken einzig in der Welt. Wozu ist die Welt da? Sie ist dafür da, dass wir Tugenden üben und zu diesen Tugenden zählt die Einzigartigkeit. Aber wozu einzig in der Welt? Vielleicht um den Platz zu finden, wie in einer Familie, wohin man gehört. Vielleicht aber auch um der Herrin jenes Ortes einen Tribut zollen zu können. Die Karmeliten sehen es so, wenn sie Maria als die Herrin des Ortes verehren. Erster zu werden ist aber auch dieses Auszuschließende, wie meine kleine Rechnung besagt (1=0) und es gibt gute Gründe dafür. Es bedeutet nicht, dass man belanglos vergeht oder wie ein Diamant geschliffen wird oder indem man ein Diadem würdig trägt, wie beispielsweise einen Anspruch auf ein Recht, eine Sippe, einen Ort, sondern 1=0 ist kein Verdränger von etwaigen Einsichten. Es macht auch nicht Platz, für besseres, höheres, größeres, sondern bezeugt einzig nur den Kreis in dem man sich bewegt. So ist einer Alleine nur ein Vorläufer von anderen, die dieses oder jenes nachahmen. Je fester jedoch der Ort, der Grund, diese Spitze ist, desto Erster kann man sich dem Letzten anschmiegen. Jesus sagt, ich bin der Erste und der Letzte, allerdings hier spricht die göttliche Weisheit von ihrem Sitz, dem Haupt. Ein Haupt, welches Johannes der Täufer sein ließ, um hier keinen falschen Verdacht auf ihn zu lenken, denn nur einer kann der Erste sein und Einer, der Letzte. Paulus spricht hierbei die Jünger Jesu als jene im Herrn an. Erster, in Christus, doch meint das keineswegs St. Stephan als ersten der Märtyrer, oder Maria als Erste aller Heiligen. Auch meint es nicht die Frage der Jünger, wer denn mit ihm im Reich Gottes am Tisch neben ihm sitzen könne. Erster ist jener, der keinen Anspruch hat oder diesen vertritt, denn wer sich erhöht, der wird erniedrigt und was man von anderen erwartet, das tue man ihnen auch. So ist es das Wesen der Liebe selbst, die zu einander führt, wie das Gute zum Gut wird.
Was ist das Wichtigste? Das Wichtigste ist die Sonntagsmesse. Warum ist sie so wichtig? Weil wir da dem Herrn unseren Gott entgegentreten können.
Gott allein zu kennen. Wer ist wie Gott? Also ist das die Prämisse. Es geht nicht darum, den Menschen zu kennen und damit sich selber zu kennen. "Wenn ihr euch aber vom Geist führen lasst" Gal 5,18 sagt der Apostel.
Schöpfungsbericht: Wie die Liebe zum Menschen gemacht wurde.Einsetzungsbericht: Wie die Liebe zu Gott gemacht wurde.Das Erste ist das Miteinander und das Zweite das Füreinander.