Sie steigen da in Generationen hinab und allein das ist unvorstellbar. Der hl. Paulus sagt, dass die Erkenntnis stirbt, nur der Geist Gottes lebendig macht, selbst im Leid eines Limbus. Das ist es vielleicht, was Kardinal Ratzinger gestört hat. Es ist nicht ein - was kümmern mich die Heiden - aber auch kein gerechter Akt und im Limbus wären angeblich auch die Seelen der Gerechten und man sagt, dass Jesus diese uA. Mose hinausgeführt hat. Das ist schwierig, einerseits erschien Mose und auch Elija Jesus und dann kämpfte auch St. Michael lt. dem neuen Testament um den Leichnam des Mose. Wieso um den Leichnam und nicht um die Seele? Okay, dann hat er den unversehrten Leichnam für die Ewigkeit gerettet und Jesus holte dann seine Seele nach und sein Geist erschien ihm, wie auch der Geist des Elija. Da wird es kompliziert und wahrscheinlich führt das auch vom Thema weg. Es ist halt der Limbus ein Ort ohne dämonische Qualen per Definition. Allein diese Peinigung einer Gottferne ist die schlimmste Qual die es gibt für die im Reich des Todes wohnen. Sie haben dort keine Wohnung damit. Die Hölle hat nicht Gott gemacht, sondern der Teufel. Den Limbus hat niemand gemacht, er ist ein Niemandsland, das Reich des Todes, eine Grenze zwischen der Hölle und dem Fegfeuer. Gott kann sich komplett entziehen, das kann er auch in dieser Welt und viele Heilige haben die Gottferne in ihrem Leben erlebt. Gott prüft. Wenn die Vorsehung dahingehend ist, dass Gott jedem Menschen ein Kreuz zugedacht hat, dann prüft er ständig, jeden Menschen, ob getauft oder nicht, er prüft uns. Da geht es jetzt weniger um Gerechtigkeit oder Weisheit, sondern um die Existenz, was wir hinterlassen an Substanz, das was uns unrein macht, durch dieses Leben. Die Taufe ist das Zeichen in dem man siegen wird. So lautet der Passus. "In hoc signo vinces". Es ist das Zeichen des Heiligen Geistes. Kann dieses Zeichen nur den Träger retten oder andere auch, wie der hl. Maximillian Kolbe, sein Leben für einen Familienvater hingab, sich aufopferte, ein Zeichen der Liebe im Zeichen der Taufe erkannte, somit ein Werk der Gerechtigkeit. Wieso kam überhaupt Jesus in das Reich des Todes? Er war getauft. Der Tod musste ihn wieder hergeben. Das ist das, was Jesaja gesagt hat: "die Erde gibt die Toten heraus." Jes 26,19

Im Glaubensbekenntnis der röm/kath Kirche lautet ein Passus "hinabgestiegen in das Reich des Todes". Das Reich des Todes wird als Limbus genannt und das hat Kardinal Ratzinger bemerkt. Dann hat er den Limbus der ungetauften Kinder aus der Lehre der Kirche entfernt, was ein interessanter Anhaltspunkt ist. Hat er damit ein Dogma infrage gestellt? Extra ecclesiam salus non est („Außerhalb der Kirche [gibt es] kein Heil“)

Es ist ein schwieriger Anfang, den man wehret. Boierwehr - Es ist schwierig. Es geht nicht um das Dogma per se, sondern um die Abgeschiedenheit eines Limbus, der eine Gottferne ist. Viele leben ihr Leben vielleicht gott-fern, aber man weiß nicht, ob sie Gott dann doch bekehrt, ruft, sie erleuchtet und zu guter Letzt heimführt. Wir wollen das Beste hoffen, ohne einer Hoffart, ohne dem Hochmut, dem Stolz. Der Limbus als Reich des Todes, der gott-fern ist und in den Jesus Christus, Gott selbst hinabgestiegen ist, drei Tage lange, nach der Kreuzigung. Somit kann man per se sagen, dass der Limbus nicht mehr gott-fern ist. Erst durch Jesus Christus wurde eine Erlösung möglich, erst durch Jesus Christus ist der Limbus nicht mehr gott-fern. Was bedeutet das? Für den Limbus eigentlich nichts, weil er eben ein Nirvana ist, ein dem Licht unzugänglicher Ort per Definition, aber Gott ist Mensch geworden, das Licht das alle Menschen erleuchtet wurde Mensch. Im Limbus sind keine Menschen, aber Seelen. Der Begriff Seele ist für St. Michael von Bedeutung. Wenn es nun ein Ort ohne dämonische Qualen ist, was bedeutet dann das für St. Michael? Ist das nun auch ein für Engel unzugänglicher Ort? Vermutlich nicht, aber was machen Seelen im Limbus? Sie sind gott-fern. Aber gott-fern als Zustand, wie das Fegfeuer ein Zustand ist oder der Himmel, die Hölle, vielleicht Zustände. Wenn dieser Zustand des Limbus nun die Gottferne ist, das Reich des Todes, ohne jeglichem Leben, Licht, Wahrheit - dann ein Chaos, ein undefinierter Zustand, ohne Erkenntnis, aber mit Leid, wenngleich auch ohne Dämonen. Nun war das Licht dort, wie wenn alle im Limbus darauf gewartet hätten, um zu schweigen, sich an seinem Lichte zu erfreuen wie die Lebenden. Dann haben wir diese Emmaus Erfahrung, Begegnung und ich kann mir schwer vorstellen, dass Jesus im Reich des Todes ein Reich des Lebens machte, obwohl er auferstanden ist von den Toten, nach dieser Limbus-Erfahrung. Er erschien dort ohne Kreuz, ohne Crux, also ohne einer Erkenntnis, sondern nur als Licht.