Man ist also selber die Offenbarung. Das hat sich von der Bundeslade, mit den Flügeln an der Seite, welche die Engel symbolisieren, die sie bewachten, geändert. Ein Diener steht nicht über seinem Herrn und ein Bote ist nicht mehr als die Botschaft. Das ändert aber nichts am Sinngehalt, ebenso wie Engel, Prophet und Apostel im Grunde dasselbe Wort für den Boten ist. Unterschieden wird hierbei der Alte Bund und der Neue Bund, als das Neue Testament, weil einen neuen Bund hat es im Alten auch schon gegeben. Man befindet sich aber im Jahr des Herrn und insofern gibt es nur einen neuen Bund, der auch im Alten Bund koinzidiert. Die Grenzen sind fließend, zwischen dem Alten und Neuen Bund. Der Unterschied ist aber nur Maria, der Neue Mensch, die neue Eva, die ohne der Erbschuld ist. Also das Alte Erbe und das Neue Erbe, weil beides entspringt einem jeweiligen Testament und dann aber die Hinsicht eine Freiheit der Immaculata. Zwischen Transzendenz und Immanenz, also Gott gibt es noch den Abglanz als das Göttliche, was sich in Maria selber zeigte und dann zeugte sie nicht das Göttliche Wesen, sondern Gott, also nicht den Abglanz, sondern die Transzendenz und auch die Immanenz. Wie aber kann aus Göttlichem Gott selber hervorgehen? Und das ist die Mystica, die sich eigentlich der Sinnenwelt völlig entzieht, ebenso wie der Empfang des Leibes Christi, sein Blut beim Messopfer, wo man nur wage annehmen kann, dass Maria Jesus nicht so empfing wie eine Mysterien-Dichtung der antiken Griechen, sondern sie weitaus höher ist, als der vollkommene Mensch, die neue Eva, Erstlingsfrucht der neuen Schöpfung ist.
Also Wissen, Offenbarungszelt. Besonders spannend ist natürlich die Verklärung: Jesus meets Elija and Mose und dann wollen die Jünger ein Haus bauen; also wer ist jetzt da? Das ist so spannend. Ich bin da, wer ist da? Klopfet an, dann wird euch aufgetan. Da Elija nicht da war, als Jesus beklagte, dass er ihn verlassen habe, so nahm man stattdessen an, dass Gott nicht da war. "Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?" Elija war es nicht, weil Johannes der Täufer, den Jesus als Elija nannte [Mt 11,14], sagte dass er es nicht ist, nicht wert wäre ihm die Schnürsenkel aufzubinden. - Das erinnert halt an das Erdbeben von Lissabon und seine Nachwirkungen in der Geschichte. Gott war nicht da. Er hat aber gesagt, dass er da ist. Dasein oder Da Sein, kann er entscheiden wie er will, sonst nicht sein. Der Ich bin da, ist halt der Seiende, also spätestens am Ende erkennt man das Seine im Dasein. Wahrscheinlich wäre die Erkenntnis leichter zu ertragen gewesen, mit Hinblick auf den Wer ist wie Gott? Dann brauche ich nicht sagen, wer da oder da ist, wer verlasst und nicht verlasst, weil dann stellt sich die Frage gar nicht, weil WER ist schon genug. W(ie) ER. Da hat man einfach mit Nachdruck ein Unicat. Aber nur ein Unicat ist liebenswert. Wie ist so liebenswert wie Gott? Ich glaube, die Sehnsucht nach dieser Frage treibt auch die Paare auseinander. Die Sehnsucht treibt sie fort voneinander, weil nichts dem Einen Gott vergleichbar ist und der ist aber drei Personen. Das ist Wissenschaft und ich mache ein Kreuzzeichen, bevor ich eine Mahlzeit zu mir nehme. Dafür gibt es ja das Kreuzzeichen und sonst bete ich eigentlich wenig. Was soll ich sagen? Rede ich mit dem, mit dem oder mit dem? Schwierig, nicht? Und welcher ist da, wenn man an den Dornbusch und an die Dornenkrone denkt. Eh nur einer. Sie wurde gleichsam über die Engel erhoben, die den Leib Christi als Speise haben. Also Gott hat da ein Meer an Gnaden geschaffen, an dieser Königin des Karmel.
Und dann haben sie ihm den brennenden Dornbusch aufgesetzt auf sein Haupt.
Der "Ich bin da" ist nicht da dann und Jesus ruft ihn, wie die Juden Elija als den Patron der Sterbenden anriefen und der dann gesagt hat, dass er da ist. Es ist extrem schwierig, Gott kann niemand zuvorkommen. Das heißt nur, dass die Menschenkenntnis ein Hauch ist wie Kohelet sagt.