Jesus bezieht sich darauf, dass wenn wir bitten, wir das tun sollen, als hätten wir schon empfangen. Das bezieht sich auf das Dankgebet. Es ist ebenso wichtig, wie das Bittgebet und außerdem weiß Gott eh was wir brauchen. Man muss die Vorsehung erkennen! Der Vorsehung genügen. Genügen heißt Demut, auf den Herrn harren, ihm anhaften. Das ist die Bitte, ihm anzuhaften. Damit bestätigt sie sich. Vertrauen ist nur die halbe Wahrheit, Dankbarkeit ist die ganze Wahrheit.

Freiheit hat dann immer etwas mit Sinnlichkeit zu tun. Ist Menschlichkeit Sinnlichkeit? Der Mensch verliert sich im Sinn, weil er unzulänglich ist in seinem Streben.

Der Gefährte als das Gewahr werden des Verstandes.

Das Kalkül als Bosheit jenes Bösen, dem es an Erkenntnis immerzu mangelt.

Das Böse gebiert als Widersacher!

Weil du ein Mensch mit Menschen bist. Hast du den Frieden mit dir selbst, mit Gott, hast du auch den Frieden mit den Menschen, auch wenn er noch so töricht anmutet.

Moral ist ein Werkzeug, wie die Philosophie. Wenn das Werkzeug stumpf ist, spricht man von Amoral und bei der Philosophie ist das ähnlich; sie taugt dann nicht für die feinfühlige Essenz. Sie kann ohne Anstrengung dann nichts erreichen und wird zur Metaphysik.

Das unmittelbare an der Liebe ist immer das Verständnis, geliebt zu werden, wo gleich man es nicht erwartet.

Der Stand der Gnade befähigt uns dazu, in der Nachfolge Christi zu sein, ihr gewahr zu werden. Dazu gehört die Beichte, das Empfangen der Heiligen Kommunion, kurzum die Wahrhaftigkeit, wo Christus in uns lebt und nicht mehr der Alte Mensch.

Das weist aber auch darauf hin, dass Gott schon vor der Zeit alles erschaffen hat, also man kann das dann doch wiederum mit dem Großen Glaubensbekenntnis in Verbindung bringen, weil Gott auch die unsichtbare Welt erschuf, oder erschafft oder eben Herr ist; also auch das was vor der Erscheinung war. Präkausal, vor jeder Erfahrung Gott.

"Der Herr hat mich geschaffen im Anfang seiner Wege" Spr 8,22

Das ist interessant. Der hl. Bernhard von Clairvaux nimmt bei dem Buch der Sprichwörter, Kapitel 8 Bezug auf den Heiland, der hier beschrieben wäre. Frei nach dem Motto: Als er den Himmel baute, war ich dabei. Spr 8,27. Da wir im großen Glaubensbekenntnis darauf Ansinnen, dass Jesus gezeugt und nicht geschaffen ist, nimm ich an, dass sich der Heilige in seiner Betrachtung irrte. Vgl. Spr 8,22 oder ich irre mich.