Und so kann man mit recht behaupten, wir sehen uns im Himmel. Wir, das heisst die Engel und jeder Einzelne von uns. Da ist also die Teuerliebe, zu Engeln die wir als ein Ding an sich ansehen, unsichtbar, zurückhaltend, gewiss und doch stärker als unser Ansinnen.

Gott kennt uns alle, deshalb muss ich mich nicht jedem erklären. Gott ist das Licht, das jeden Menschen erleuchtet. Eigentlich braucht man gar nichts sagen und dann die Fürbitten der Gemeinschaft. Es gibt viele Gemeinschaften, die beten für Andere aber brauchen wir den Trost? Nehmen wir ihn nicht damit schon vorweg? Wenn Gott uns liebt, was soll der Rest dann dazu beitragen? Und das ist Demut.

Ich muss meinen Nächsten auch akzeptieren, wenn er Gott nicht kennt. Die selbe Sonne leuchtet über ihm und wenn Gott die Person erweckt oder ihm Erkenntnis, Einsicht schenkt, dann ist es ja nicht mein Werk, sondern meine Sicht auf Werke, die nicht ich vollbracht habe, sondern der, welcher mich in seinem Licht freundlich anlächelt und sagt, ja, du hast aber auch Sünden. Und genau in diesem Moment, ist es eine Gnade zu erkennen, dass Jesus stärker ist als die Sünde, denn in seinem Licht erkennen wir das Licht. Vgl. Ps 36,10

Der Tisch Gottes; sicher - es könnte auch die Bundeslade sein und mit einem Priester an der Kanzel, aber braucht es dafür wirklich einen Priester? Das 2. Vatikanische Konzil meinte, nein. Als Laienpriester habe ich damit kein Problem und die Predigt zwingt mich nicht zur Wahl, ob es richtig ist oder falsch. Calvin hatte damit ein Problem, denn es sollten nur die essen, die auch arbeiten. Sollten nur die von der heiligen Kommunion leben können, die im Weinberg des Herrn arbeiten? Eine interessante Überlegung, aber es hieße auch, dass wir den Herrn wie Kain fragen, ob wir die Hüter unserer Brüder seien? Ja, ich weiß nicht, wir können wie im Gleichnis vom Armen Lazarus unsere Bekannten oder Verwandten nicht warnen, weil die Kluft zu groß ist. Genauso wenig können wir Einblick nehmen in das Leben und die Kausalität unseres Nächsten.