"Der christliche Kult" - St. Michael bezieht sich bei einer der vier bekannten Erscheinungen am Monte Gargano auf diese Bezeichnung. Das ist, wenn wir im Gottesdienst bekennen: "Herr, ich bin nicht würdig". So haben wir christliche Meinungen, die wir einander hinhalten und so wähnte JP II. am Heldenplatz in Wien damals: "Zum richtigen Bekenntnis muß das richtige Leben treten." Klingt wie eine Pattsituation beim Schach. Das wäre sokratisch, eben durch Einsicht wahres Wissen lehren. Ob dieser teils orthodoxe Zugang zum Glauben, die Meinung oder Moral stärke, bleibt offen, denn in der Geschichte war es immerzu der Herr Jesus Christus, der ein heiligmäßiges Leben formte. Dieses marianische Bekenntnis von JP II. gefällt mir gut: Totus Tuus; ganz dein. So ist es das Einzige, was man als ein Träger des Braunen Skapuliers aussagen kann. Vgl. das Wappen des Karmel. Ein Spruchband mit den Worten des Propheten Elija "Zelo zelatus sum pro Domino Deo exercituum – Mit Eifer habe ich geeifert für Gott, den Herrn der Heerscharen“, aber es ist ein marianisches Siegel.
Weihnachten; dem Christuskind entgegentreten, einen Strohhalm aus seiner Krippe ziehen und daraus ein Kreuz formen; vielleicht wird auch ein Strohstern daraus. Ein Fest der Demut, so denn an Weihnachten die meisten Armen Seelen in den Himmel kommen, wie man sagt. Der Volksmund sagt auch, dass wenn man im Wald Beeren pflückt, man eine für die Armen Seelen zurücklasse. Der gute Wille zählt, so denn Jesus sagte, dass es geschehen solle, wie man geglaubt habe.
Gott ist völlig ohne Widerwärtigkeit. Vielleicht hat Jesus das gemeint: "Selig ist, wer an mir keinen Anstoß nimmt." Mt 11,6 Das ist die wichtigste Erkenntnis, damit liegt und fällt alles. Wer im Sinne der Vorsehung handelt, dem gelingt auch alles; so wie der hl. Josef. Gott durchschaut uns ganz. Nicht so, wie die Dämonen, die nur die Schwärze kennen. Gott sieht immer das Gute. Wenn wir Gott also bitten, um den Heiligen Geist, dann schickt er ihn uns. "Wer ist der Mensch, der das Leben liebt / und gute Tage zu sehen wünscht?" Ps 34,13 Kann man da nicht viel drüber nachdenken? Wer ist wie Gott? Jener, der die Gnaden empfängt, der die Sakramente wahrt und so wie der Geist bei der Taufe Jesu bekannte: "Das ist mein geliebter Sohn, an dem ich Gefallen gefunden habe." Mt 3,17 ist dies der Nährboden der Kirche.
Den Papst Johannes XXIII. gab es in der Geschichte der Päpste zweimal. Einmal 1410–1415 als "Gegenpapst" und dann 1958–1963, der noch das zweite Vatikanische Konzil ausrief und danach entschlief.