Gott weiß, dass es Gutes und Böses auf der Welt gibt. Beides soll die Liebe zu ihm stärker machen, dass wir nicht urteilen."Denn wenn das mit dem grünen Holz geschieht, was wird dann erst mit dem dürren werden?" Lk 23,31Gott zu widersprechen wäre ein Beizen, eine Torheit, eine Überhebung und Jesus meint damit die Vorsehung, kein Ödipus Rätsellöser. Die Weisheit setzt der Erkenntnis Grenzen; das ist so, sonst überhebt man sich der Vorsehung. Es ist ein Los, wo man die heilige Kommunion verabsäumt. Das Problem ist, die eigene Person Gott hinzustellen. Man ist nicht den Staub wert. Also muss man das Gleichnis als ein Ganzes sehen. Hundert Jahre nach uns oder tausend Jahre und ja, es gibt Bäume, die werden so alt oder noch älter, aber es ist nur Staub von Staub und da muss man unterscheiden, was ist der Mensch, dass sich Gott seiner erbarmt? Also ist alles seiner Liebe angehörig. So müssten die Steine schreien. Ich muss bei so politischen Einsätzen der Kirche dann immer an die judäische Volksfront denken. Ich bin mir nicht sicher, ob das geht. Das ist immer ein Ecce Homo. Siehe, der Mensch. Franziskus brachte die Tiere in die Weihnachtskrippe und auch den Aposteln werden Tiersymbole zugeschrieben, als Allegorien vielleicht, wie die erste Darstellung von Christus am Kreuz ihn mit einem Eselskopf zeigt. Nun, ich denke nicht, dass es eine Rolle spielt, ebenso wie die radiocarbon Methode, aus einem Leichentuch, eine Wahrheit zu generieren. Welchen Wert hat das Ecce Homo? Die Frage ist, für wen? Es kann doch nur bedeuten, dass man wie bei einem Exorzismus dem Satan dahin mahnt, dass er wie ein Blitz vom Himmel fiel, weil er den Menschen nicht anerkannte. Die Menschwerdung des Wortes Gottes war ihm ein Gräuel. Dass das Wort Gottes Fleisch annehme und darum geht es eigentlich bei der Menschensicht, dem Menschenfischer. Diese edle Kinderei und Anfängerei, wie Nietzsche es bezeichete. Man wird dabei immer wieder auf seine eigenen Gründe zurückgeworfen und aufgrund mangelnder Vergebung kommt man nicht darüber hinweg. Das ist so wie Nietzsche: Ich suchte nach großen Menschen, ich fand immer nur die Affen ihres Ideals. - Jedes Ideal zeichnet sich ab in der Sinnenwelt, aber kann ein Bild zu seinem Künstler sagen, ich bin schlecht? Oder wie Baudelaire: Der Mensch hat träumen wollen; der Traum wird über den Menschen Herr sein. Die Tragik als Lehrzweck, wie im antiken, griechischen Theater oder dem Asiatischen. Ich nenne es eher einen Zeitvertreib, sich einer Tragik zu bedienen und dann macht es auch einen Sinn, Rechenschaft zu verlangen, weil es gibt darauf keine Antwort. Sinn aus der Tragik zu schöpfen, wie aus dem Sündenfall. Jesus setzt da genau an, indem er das Sakrament der Sündenvergebung spendete. Die Tragik wird überwunden, durch sein Zeugnis. Was macht man mit einer Tragik? Tragik ist eine Kunst, nicht zu verwechseln mit Mitleid. Mitleid ist das größte Empfinden, sie aber zu einer Tragik hin zu avancieren, macht daraus eine Kunst oder eine Falschheit.

Warum Gott arme Menschen zulässt, denen es an allem mangelt, nicht aber an der Einsicht in die eigene Armut und es in Genugtuung oder Zufriedenheit abzutun. Jeder Mensch ist ohne einer Erkenntnis in der Armut begriffen, wie Jesus in der Wüste oder wie Hosea sagt: Mein Volk stirbt, weil ihm die Erkenntnis fehlt und der Mensch lebt nicht vom Brot allein, aber Brot ist ein guter Anfang, wie der Empfang des Allerheiligsten wo sich Brot in den Leib Christi wandelt. Vgl. Sólo Dios basta – Gott nur genügt! Hl. Teresa von Ávila.

Zur Schlagzeile: Kardinal Schönborn: Lehrermangel „Anlass zu ernster Sorge“

"Nicht so viele von euch sollen Lehrer werden, meine Brüder. Ihr wisst, dass wir im Gericht strenger beurteilt werden. Denn wir alle verfehlen uns in vielen Dingen. Wer sich in seinen Worten nicht verfehlt, ist ein vollkommener Mann und kann auch seinen Körper völlig im Zaum halten. Wenn wir den Pferden den Zaum anlegen, damit sie uns gehorchen, lenken wir damit das ganze Tier." Jak 3,1-3 - Im Gegensatz zur griechischen Antike, wo der Vers galt: Wer auf dem Panther reitet, kann weder den Weg bestimmen, noch abspringen.

"Amor auf dem wilden Panther reitend"