Der Kontext ist sehr interessant! "ich wusste, dass du ein strenger Mann bist" Mt 25,24 - im Vergleich zu "Hundert Fass Öl. Da sagte er zu ihm: Nimm deinen Schuldschein, setz dich gleich hin und schreib «fünfzig»." Lk 16,6 Das Verhältnis des Sohnes wird darin deutlich. Zum Einen, der gerechte Vater, gerecht im Sinne des Ersten oder der ersten Sünde, derer Adams und das Maß war voll! Bei einer Sünde war das Maß voll. Jesus aber relativiert diesen Kontext, denn er sagt: Das Maß ist halb voll, so es sich ja am Sohn Gottes auch erfüllt. Somit sind es 2 Mal 100 Prozent voll; da es aber nur 100 Prozent gibt, besänftigt Jesus den Zorn des Vaters, der gerecht ist, mit seinem Erbanspruch. Die 100 Prozent obliegen somit der Einsicht des Heiligen Geistes. 50 Prozent dem Vater, 50 Prozent dem Sohn. Bei einer Sünde, war es 100 Prozent. Nun kann man nicht sagen, dass zwei Sünden 200 Prozent wären, weil zum Einen nicht alle Sünden gleich sind und zum Anderen das Wesen der Sünde in jedem Sinne die Falschheit ist, vor welcher der Heilige Geist flieht. Vgl. Weish 1,5. So sich Gott darin entzieht, wo es Sünde also die Falschheit gibt, übergab der ewige, gerechte Vater das Gericht dem Sohn. Nun hat dieser sein Werk bereits begonnen, er setzte sich mit Sündern an einen Tisch, speiste mit ihnen, heilte ihre Leiden, vollbrachte Wunder um Wunder, ja er wandelte. Er wandelte über das Wasser, wandelte Wasser in Wein; der Vater zog sich in ihm zurück, der Heilige Geist wirkte weiter, in dem Vertrauen auf die Vollmacht des einzigen Sohnes vom Vater. Vielleicht wäre es falsch gewesen, dem Einen oder Anderen zu helfen, am Sabbat zu heilen. Durch Einsicht aber vermittelte er wahres Wissen, so wie Sokrates, allerdings mit dem Anspruch des Heils. So kommt es zu der Bedingung eines Erlösers, wo dieser bekennt, dass wer an ihn glaubt, auch gerettet werde. Jesus, der Retter ist da. Aber geht es um die Rettung vor der Sünde oder um die Rettung vor der Wirkung der Sünde, dem ewigen Tod? Als die Rettung vor den 100 Prozent oder der einen Sünde welche das Gleiche ist und so sagt er: Sündige hinfort nicht mehr. Dieser Sanftmut ist ohnegleichen. Die gab es vor dem Herrn Jesus Christus nicht. Er ist zum Teil auch Mensch, wegen Maria, die ohne Sünde war. So ist aus der Demut Mariens, der Sanftmut Jesu geworden, wenngleich er die Einsicht des Josef besaß und um seiner Losung wusste, die das Kreuz war; obgleich der Psalmen, obgleich der Prophezeihung teils durch Jesaja, etwa 500 Jahre zuvor. "Das Volk, das im Dunkel lebt, / sieht ein helles Licht; über denen, die im Land der Finsternis wohnen, / strahlt ein Licht auf." Jes 9,1 Nun kann man dieses gewähnte Licht als die heilige Familie ansehen, so wie auch Gott aus der Dreieinigkeit Mensch wurde.