Sonne und Christozentrik, angelehnt an den Logos, woraus dann Thomas von Kempen die Nachfolge Christi schrieb, aber es ist keine Nachfolge, sondern ein Zuvorkommen in jenem Sinne der Sonne und ihrem Wandel, aus der Christozentrik heraus. Kein reines Bild, sondern eine Vorlage für das Handorakel und Kunst der Weltklugheit von Balthasar Gracián. Der Logos, zentral als die Weltvernunft, doch ein Herz das befiehlt folgt nicht immer der Vernunft, als einer Mechanik des Verstehens. Oft eilt das Herz voraus, wie ein Entgegeneilen. So wäre der Titel nicht Nachfolge, sondern Das Entgegeneilen Christi, weil ja Gott auch zuhilfe eilt. Er eilt, er rastet ja nicht am Weg des Helfens, sondern er ist die Hilfe, die Person als Heiland. Die Sonne erfreut uns, weil sie den Weg erhellt, der uns zum Logos, ergo zur Weltvernunft führt, doch die Weisheit liegt mehr noch im Zuvorkommen. Das Himmelreich, welches da ist, während es kommt oder der Heilige, welcher nicht zur Bildsäule erstarrt, wo man das Gefühl habe, das Bild sieht einem von jedem Winkel aus an, sondern damit ist die Vorsehung gemeint, mit jener Weisheit des Zuvorkommens. Schicksal ist etwas weltliches, aber die Vorsehung, erwartet das Licht in der Hoffnung, die auch im Buch der Sprichwörter Kapitel 8 aufscheint. Als er den Himmel baute, war ich dabei. Nun gab es da noch keine Sonne, sondern der Herr war das ewige Licht. So sagt Jesaja: "Bei Tag wird nicht mehr die Sonne dein Licht sein, und um die Nacht zu erhellen, scheint dir nicht mehr der Mond, sondern der Herr ist dein ewiges Licht, / dein Gott dein strahlender Glanz." Jes 60,19 Auch in diesem Zusammenhang zu verstehen wäre das Gleichnis Christi von den Jungfrauen, die dem Bräutigam entgegen gehen und wo ist das Öl für die Lampe? Buch der Sprichwörter, Kapitel 8. "Der Herr hat mich geschaffen im Anfang seiner Wege, / vor seinen Werken in der Urzeit" Spr 8,22 Vielleicht war die Sonne schon da, wie die Henne für das Ei. Aber dann sagt der Schreiber weiter: "in frühester Zeit wurde ich gebildet, / am Anfang, beim Ursprung der Erde." Spr 8,23 und da setzt er den Anfang bei der Erschaffung. Es geht da um keine Zeugung, wie Bernhard von Clairvaux irrtümlich meinte. Also es ist nicht die Rede von Christus in jedem Buch der Sprichwörter. Man erfand auch den Bauernkalender, aber irgendwann fängt der auch an. "Ich spielte auf seinem Erdenrund" Spr 8,31 und "Die Wahrheit spricht meine Zunge" Spr 8,7 oder "Ich, die Weisheit" Spr 8,12 Der Schreiber koinzidiert und das meinte wahrscheinlich auch der hl. Bernhard. "Wer mich findet, findet Leben" Spr 8,35 Man hat das im Mittelalter natürlich gewusst, diese Christozentrik war allen klar, ohne ein Wort der Bibel gelesen zu haben. Die Sonne als christozentrische Wesenheit. Bruder Sonne, wenngleich das doch mehr marianisch anmuten könnte. Maria zuvorkommen. Dieses feminine Verhältnis einer Frau gegenüber zuvorkommend zu sein. Der Schwester ein Bruder zu sein und dann haben wir die Minderbrüder, Bruder Sonne.
"In ihm sei's begonnen, der Monde und Sonnen an blauen Gezelten des Himmels bewegt. " Es heißt in dem Sonnengesang auch Schwester Wasser.Das ist interessant, weil es sich um Entitäten handelt und ein anderes Wort für Universalinstreit ist auch - Entitätenstreit.
Schicksal ist ein Begriff des Termini; ein Terminus, so wie der Tod als Terminus, bei den Römern eine Gottheit. Das Amor Fati, welches Nietzsche wähnt, als die Liebe zum Schicksal. Vorsehung meint aber das Vater unser.
Ich glaube, die amerikanische Sicht ist, dass man sich von Beidem das Beste nimmt, so wie nicht das was in einem hinein kommt, unrein macht, sondern was rauskommt. Multipatente oder eben sowohl-als-auch. Ich finde, dass diese Sicht sicher zulässig ist. Ob da jetzt dann mehr Nihilismus möglich ist, kann sein. Treue, man muss wissen, wo man hin gehört und die Eschatologie ist wohl der bessere Nihilismus.