""Als Biltnus Gottes besitzt der Mensch einen göttlichen Geist oder "Geist des Lebens", in dem sein wahres Menschsein begründet liegt. Dem steht aber in ihm selbst "angeboren" entgegen der "geist limbi, der aus ime ein unvernünftige kreatur macht". Hier ist ein "tier, und als ein tier, ein tierischer geist".Lunatici bezeichnet nun "die tierischen geist der menschen die von dem gemeinen man alein taub oder unsinnig geheißen wird und bilich." Der göttliche Anteil des Menschen ist "aus dem Wort fiat", der tierische aus dem limbus. Dieser ist "nichts anderes als alein das sterblich ding am menschen, das do faulet. ......dieweil er tötlich ist....sonst der mensch faulet nicht, dan er muß in der auferstehung wider do sein und muß rechnung geben und do empfahen den solt, gut und bös... nun aber ist sein schöpfung also, das in seiner vihischen natur und art all eigenschaft seind des vichs, in eim das, im anderen das, also das ein ietlich mensch mag in dem, so es sein vihisch wesen leßt regiren, erkent werden, einem tier oder vich gleich, der einer ku, der einer sau....so er aber das hinweg tut, so stet ein lauter mensch do, der mag keim tier vergleicht werden".Der Prozeß, der zum Regiertwerden des Menschen von seiner niederen Triebnatur führt, vollzieht sich wieder in der neuplatonischen Korrespondenzenlehre. Da im Limbus die gesamten vier Elemente enthalten sind, als siderische Welt mit dem Himmel und als elementische Welt mit Tier und Pflanze, so korrespondiert der Mensch, der mit seinem corpus physicum aus dem limbus stammt, mit dem ganzen Kosmos."

Das Mittelalter als eine Zeit der Christozentrik. Eine Zeit, in der die Sonne als die christozentrische Wesenheit erkannt wurde und in Anlehnung an den Sonnengesang des hl. Franz von Assisi jene Entmystifizierung von Sonne, Mond und Sterne. Es war eine Zeit des Umschwungs des Alls, noch vor dem Auftakt der Aufklärung und doch aufgrund der Zentrik der Sonne ein Stillleben wo Säulenheilige auftraten, die von allen Seiten bestaunt worden waren. Weniger bekannt wie Franz von Assisi ist freilich seine Zeitgenossin, als die hl. Klara, deren Fest heute gefeiert wird und doch gilt sie auch als Patronin des Fernsehns, in dem Sinne, dass die Armen auch zu einer geistigen Erkenntnis gelangen, die fern ab der eigentlichen Aufklärung ein unbedarftes Verhältnis des Freimuts ermöglicht. Freilich wähnt man in Anbetracht der Heiligen auch das Verhältnis zu Franz von Assisi und der Nachfolge Christi, die der hl. Thomas von Kempen nachträglich verfasst hatte. Die Nähe des hl. Franz von Assisi zur Sonne, ein Ausgeliefertsein an die Natur des Menschen, dem Evangelium nacheifernd, dieser zentrischen Sicht näher zu sein. Schwester Sonne, in Anlehnung an die hl. Klara von Assisi, deren Anlitz sein Gemüt erblühen ließ, auch im Ansinnen, der Kontemplation ihm nahe stand, als Mittlerin und im Widerschein des Mondes, eine brüderliche Einsicht des Teilens und der Übergang von Tag in die Nacht, als Sol omnibus lucet; als die Sonne, die für alle leuchtet oder der Säulenheilige, der für alle eine christozentrische Haltung einnimmt, als Anlehnung eines Gedankens oder einer Einsicht, einer Aufklärung oder einer Verinnerlichung. Allerdings mit jenem tiefen Blick des Mystikers, der sein Innerstes nach Außen richtet, seine stoische Grundhaltung der Menge Preis gibt, als das lautere Herz des Eremiten, dessen Innerstes nach außen hin absterbe, um sich einer etwaigen Weisheit wie Brahmanen auf jener Säule hin zu kasteien, oder als belehrte Unwissenheit mit jeglicher metaphysischer Geisteshaltung hadert. Nicht aber die großen Heiligen dieser Zeit, welche mit der einträglichen Erkenntnis die es auch heute noch gibt, im Guten ihren Dienst vor dem metaphysischen Offenbarungszelt ableisten, wie Leviten; vgl. "Mit fünfundzwanzig Jahren und darüber ist jeder verpflichtet, am Offenbarungszelt seinen Dienst zu tun. Mit fünfzig Jahren endet seine Verpflichtung und er braucht keinen Dienst mehr zu tun" Num 8,24-25 Es war also das Zeitalter der Metaphysik und Christozentrik, wobei man von keiner Epoche der Auflärung ausging. Die kam erst später, wie das Säuseln des Windes und die Völkerwandung ging quasi in das Mittelalter über.