Es muss da im Mittelalter eine einprägende Erkenntnis gegeben haben, weshalb der Limbus in den Zwiespalt zur Lehre des Fegfeuers kam. Einerseits vielleicht der gottferne Lebensstil, als auch der Zweifel an einem Fegfeuer, als die Konzentration von göttlicher Reinigung hin zur Erkenntnis der Gottferne im Limbus. Zwei Indikatoren, die ferner nicht sein könnten und auf irdischer Erkenntnis beruhen. Im Laufe der Geschichte gab es physische Beweismittel für das Fegfeuer, vgl. das Fegfeuer Museum in Rom, wo das reinigende Feuer welches die Seelen im Fegfeuer umfasst, dazu führte, dass Personen einen physischen Abdruck in der Welt, auf Gegenständen, wie Bücher, Türstöcken, Kleidungsstücken hinterließen. Nun ist die Frage, welche übergreifende Eigenschaft jenes Fegfeuer auf die Welt haben könne, im Vergleich dazu, dass Paracelus wohl einen übergehenden Effekt vom Limbus in die Welt formulierte. War das eine Gleichung zu jenen Affekten, welche auf die Manifestierung eines Feuers auf der Welt, angefacht durch ein jenseitiges Feuer, dem des Fegfeuers nahe lag? Dann wäre auch die Möglichkeit des höllischen Feuers auf der Erde, als eine Manifestation einerseits des Limbus, als auch der Hölle denkbar. Also zwei Extreme wider das Fegfeuer, abseits von Himmel und dem metaphysischen Akt des Willens im Fegfeuer. Es müsste daher einen berechtigten Zweifel im Mittelalter gegeben haben, an jenem reinigenden Feuer der Lehre von Papst Gregor dem Großen, was auch dann die Inquisition auf den Plan rief. Die metaphysische Ursache für die Strafe der Inquisition war demnach die Erkenntnis der Leere, welche diese Lehre vom Fegfeuer in einigen hinterließ, also eine Gottferne. Hier wurde also auf den Rufer in der Wüste gedrängt, welcher eine Erkenntnis besäße, aber dennoch nicht gehört wäre. Durch den Abfall vom Glauben, das heisst die Menschen welche den Leib Christi nicht empfingen und also leer ausgingen, gerieten in Bedrängnis, welche jede Erkenntnis nunmal in sich birgt. Menschen, die kommunizieren, also den Leib des Herrn empfangen, sehen keinen Hader in der Erkenntnis von Gut und Böse. So wie das Lamm, wo man den Glauben in den Worten Jesu wiederfindet, in jenem Evangelium des Zeugnisses des Heilands. Die Kirche ist Zeuge der Wahrheit. Weshalb gab es dann die Darlegung eines Fegfeuers in der Lehre? Was nützte es also für die Ewigkeit, diese Lehre des Papstes Gregor des Großen? Vergleicht man den armen Lazarus und das Gleichnis Jesu, so konnte der reiche Prasser niemanden warnen, ein gesinnungsvolleres Leben hin zu führen, um nicht der Hölle anheim zu fallen. Wäre man denn ein Narr oder als solcher gelten, wenn man sagt, dies ist der Weg und aber doch selbst der Hölle anheim fiele? Auch diese Betrachtung muss man ins Kalkül jener Weisheit ziehen, was es besonders schwierig macht, mit dieser Erkenntnis hauszuhalten. Ihr steht also immer auch entgegen die Gottferne, als die Lehre des Limbus und damit auch einhergehend die eigentliche Theodizee jenes Universalinstreits.