Die Erkenntnis der Sünde, die Einsicht der Sünde. Zweierlei Maß, schwierig weil das Eine ist persönlich, das Andere abstrakt. Was tut man beim Beichten? Beichtet man die Erkenntnis? Resultiert davon die Einsicht? Was ist Einsicht? Einsicht ist das, wovon das Herz voll ist. Erkenntnis wiederum ist ein Müßiggang. Also beichtet man nicht die Einsicht als das Resultat, sondern das Erkennen. Dennoch wird bei der Lossprechung das Herz berührt. Ein Beichtspiegel mimt die Erkenntnis von gut und böse. Das Resultat ist der Baum des Lebens, Christus selbst, als das Herz des Menschen. Das Lamm Gottes, das hinweg nimmt die Sünde der Welt. Das Herz als der Teil des Hauches Gottes. - Ein Teil des Teils, der am Anfang alles war. Goethe, Faust. Dieses Abfallen mündet in der Erkenntnis; mündet in der Welt. - Was nicht ist, kann auch nicht erden oder nichts ist ohne Grund warum es sei.
"den Herrn, deinen Gott, lieben mit ganzem Herzen, mit ganzer Seele und mit ganzer Kraft." Dtn 6,5 - Man muss selbst nach den eigenen Sünden suchen, um sie Gott auf den Altar zu legen. Der Altar ist hierbei die Trennwand im Beichstuhl und der Tisch ist minimal. Er reicht gerade mal, um die Ellbogen zum Gebet hin aufzurichten, aber es ist ein Altar.
„Siehe, wir haben alles verlassen und sind dir nachgefolgt“ (Mt 19,27) - Wegen der Erschaffung aus dem Nichts, gegründet auf der Nachfolge Jesu, die Professionisten, als die Orden, die Priester, Bischöfe tun das. Aus dem Nichts, der unsichtbaren Welt, wie der Pfeil sein Ziel erreicht, frei nach Zenon und dessen Paradoxon. Ein Paar heiratet auch aus jenen unsichtbaren Gründen. Das Licht eilt dahin und wird zurück gerufen, der Mensch blüht auf und altert, der Friede wird ausgesandt und kehrt wieder.
Nicht das entschlossene Herz ist schlecht, sondern das Unentschlossene. Warum? Weil sich die Engel beschließen. Natürlich muss man die Geister prüfen, aber wer das nicht macht, verfällt, fällt von den Engeln ab. Das unentschlossene Herz ist lau, weder heiß noch kalt. "Du bist weder kalt noch heiß." Offb 3.15 und "Euer Ja sei ein Ja, euer Nein ein Nein; alles andere stammt vom Bösen." Mt 5,37 Wo kein Wille, da auch keine Bewegung der Geister. Der Logos als Wille und Verstellung.
Das Lob auf die Schöpfung war ein Akt Gottes, ich sehe keinen Sinn in der franziskanischen Sichtweise, sie wirkt naiv.