"Kant redet doch von einem Dinge an sich? Was ist ihm denn dieses Ding? Ein Noumen, wie wir in mehreren Stellen seiner Schriften lesen können. Dasselbe, nemlich blosses Noumen, ist es auch bei Reinhold und Schulz. Was aber ist denn ein Noumen? Nach Kant, nach Reinhold, nach Schulz, etwas, das von uns, nach nachzuweisenden, und von Kant nachgewiesenen Gesetzen des Denkens, zu der Erscheinung nur hinzu gedacht wird, und nach diesen Gesetzen hinzu gedacht werden muss; das sonach nur durch unser Denken entsteht; jedoch nicht durch unser freies, sondern durch ein unter Voraussetzung der Ichheit nothwendiges Denken — und sonach nur für unser Denken, für uns denkende Wesen, da ist. Und dieses Noumen oder Ding an sich, wozu wollen jene Ausleger es noch weiter brauchen? Dieser Gedanke eines Dinges an sich ist durch die Empfindung begründet, und die Empfindung wollen sie wieder durch den Gedanken eines Dinges an sich begründen lassen. Ihr Erdball ruht auf dem grossen Elephanten, und der grosse Elephant - ruht auf dem Erdballe. Ihr Ding an sich, das ein blosser Gedanke ist, soll auf das Ich einwirken! Haben sie ihre erste Rede wieder vergessen; und ist ihr Ding an sich, das noch soeben ein blosser Gedanke war, jetzt etwas anderes, als ein blosser Gedanke?"Johann Gottlieb Fichte, Zweite Einleitung in die Wissenschaftslehre (1797)Das Ding an sich, dieses Noumen, frei nach Kant, wogegen Hegel nicht implizit, sondern explizit herangeht: als das Ding an und für sich. Zeitlich begrenzt. Er macht damit einen Termini und das ist interessant. Leben an sich, ist zulässig als Gesamtbegriff, es auszuhöhlen macht keinen Bedarf. Man muss auch nicht überall in die Wahrheit hineinschauen. Man kann es auch akzeptieren, an und für sich. Beide Standpunkte sind zulässig, die Frage ist nur, warum die Erkentnis nachlässt oder das Bild vergilbt, seine Erscheinungskraft schwächer wird. Die Zeigekraft des Bildes lässt nach, wie Baitello Norval sagt.Die Zeigekraft der Terminis lässt nach, wie man an den Friedhofsgräbern sieht. Das hat viele Ursachen, aber im Grunde genommen, hat Jesus den Tod überwunden, damit sind diese Gräber doch zeitliche Götzen, wo wir an das ewige Leben glauben. Der Stachel des Todes ist dadurch verwirkt, der Termini zurück gesetzt. Man kann darauf schlafen, wie Hipponax in seiner Satire anklingen lässt. Faktum ist halt nur, dass jeder Mensch mit seinen Erkenntnissen alleine ist, wo man zeitlebens auf Erden Terminis angehäuft hat, welche die Geschichte untermauern; aber was ist diese Erkenntnis von Terminis insgesamt? Ich glaube, diese Frage hat sich Gott gestellt, als er seinen eigenen Sohn sandte, den Terminus der Römer zu überwinden und wir wissen ja, dass ganze Hochkulturen die am Höhepunkt ihrer Terminis angelangt waren, ausgestorben sind, vergilbt wie ein altes Bild, haben diese Terminis ihre Zeigekraft verloren. Der Termini wurde zur Crux; die Schädelhöhle war ein Sinnbild für den römischen Terminus und darauf wurde das Kreuz gesetzt als die Crux.